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2009/07 Camping Arneitz in Kärnten und Capalonga in Bibione

 

Ab in den Süden - zuerst nach

Camping Arneitz, Faakersee in Kärnten/Österreich

dann zum

Camping Capalonga, Bibione, Italien

Camping Arneitz, Faakersee, Kärnten.

Dieses Jahr hatten wir keinen Campingplatz gebucht, wir wollten auf gut Glück los fahren. Diese Entscheidung war insofern gut, da 3 unserer Kinder kurz vorher die Feuchtblattern bekommen hatten und bis zuletzt überhaupt unklar war, ob wir überhaupt fahren können.

Es klappte dann doch, einen Tag später als geplant sind wir nach Kärnten an den Faakersee aufgebrochen, Ziel sollte der Camping Arneitz sein, den wir schon aus früheren Urlauben kannten und für gut befunden hatten.

Wir waren diesmal 3 Familien mit insgesamt 7 Kindern, insofern hatten wir folgende Ansprüche an den Campingplatz: schöner Strand für Kleinkinder geeignet, Kinderanimation, Erwachsenenanimation am Platz oder Stadtnähe (Fußgeherreichweite).

Camping Arneitz erfüllt diesen Zweck zur Gänze! Es gibt Kinderbetreuung, der Strand ist sehr schön, flach abfallend und aus Kies, die Liegewiese könnte durchaus größer sein, da sie am Vormittag schon gesteckt voll war. Das Wasser im Faakersee war erfrischend, schön klar und einfach herrlich zum Baden. Es gibt neben der Liegewiese eine kleine Wasserrutsche, kleinere Kinderspielgeräte am Strand und im Wasser eine Badeinsel – ähnlich einem Floß. Mitten im Faakersee gibt’s ja eine kleine Insel, die man anschwimmen kann bzw. mit dem Schlauchboot anfahren kann.

Für die Großen gibt’s jeden Abend Megaunterhaltung im Zelt vor dem Campingplatz, der Eintritt ist gratis und jeden Abend spielt eine namhafte Band, von Volksmusik, über Schlager und Elvisimitator bis hin zu Rockmusik. Speisen und Getränke im Selbstbedienungsrestaurant sind gut und zu fairen Preisen.

Die Sanitäranlagen sind okay, es gibt eigene Familienbereiche die scheinbar neuer und auch schöner sind. Für die Kids gibt’s auch ein kleines Kino das umsonst mehrere Filme täglich spielt.

In der näheren Umgebung gibt es schöne Rad- und Laufwege, teils rund um den See oder gegenüber der Hauptstraße in einem kleinen Wäldchen.

Leider gibt es für die Kinder keinen Spielplatz am Campingplatz selber. Vor dem Camping gibt es eine Art Erlebnispark, wo aber viele Sachen kostenpflichtig sind. Blöderweise ist dieser Park außerhalb des Platzes neben der stark befahrenen Straße um den See, die (kleineren) Kinder können also nicht alleine hingehen. Es fehlt ein Spielbereich innerhalb des Camping, wo die Kinder untertags immer wieder einmal alleine hin können.

Das Wetter war uns auch diesmal in Österreich nicht hold, Samstag Anfahrt super Wetter, Sonntag, Traumwetter, wir nutzten auch gleich den Badetag, am Montag morgen hat der große Regen begonnen, es kühlte extrem ab und es schüttete durchgehend bis Dienstag morgen. Die weitere Wettervorhersage war nicht rosig, es sollte noch weitere 1-2 Tage so bleiben.

So schauts beim Arneitz am Strand aus:

 

Kurzentschlossen packten wir zusammen und fuhren weiter Richtung Italien in der Hoffnung auf den langersehnten Sommer. Ziel war Bibione Pineta, der letzte Campingplatz auf der Landzunge, names Camping Capalonga.

 

Camping Capalonga, Bibione, Italien

Uns allen graust ja einheitlich vor diesen „Hausmeisterstränden“ in Italien, wo ein Sonnenschirm nach dem Anderen die Sicht auf das Meer versperrt und wo man liegt wie die Sardienen in der Büchse. Am Campingplatz Capalonga bestand dieses Problem nicht. Der Campingplatz war der allerletzte in der Bucht, dementsprechend großzügig war das Platzangebot am Strand. Der Strand war ein riesig breiter viele 100m langer Sandstrand, in der Mitte gab es ein paar fixe Liegen und Schirme, die jedoch aufgrund der Entfernung zum Meer kaum genutzt wurden. Es war also genug Platz vorhanden um sich ausbreitten zu können. Der Strand ging sehr flach abfallend ins Meer über, ideal also für Kinder zum Baden und Sandspielen.

Der Campingplatz selbst ist sehr groß und sehr gut organisiert. Wir mussten zwar etwas warten an der Rezeption, die Angestellten waren aber sehr freundlich und halfen gerne weiter. Wir bekamen trotz Urlaubssaison und ohne Buchung anstandslos einen schönen Platz ganz nah am Meer.

Die sanitären Einrichtungen sind sauber und groß genug bemessen für die Menge an Leuten. Am Platz selbst gibt es einen Sammelpunkt, der aus Geschäften, Restaurant & Bar besteht, Retaurant und Bar direkt am Sandstrand mit supertollem Blick auf das Meer, direkt daneben ein riesiger Kinderspielplatz mitten am Sandstrand der keine Wünsche offen lässt und den Großen genug Ruhe und Zeit lässt, nach dem Abendessen noch sitzen zu bleiben und in Ruhe ein oder mehrere Bierchen bzw. Achterln zu trinken – wären da nicht die wahnwitzigen Preise, die in Italien für Getränke gelten. Das kleine Bier (0,4) kostet über 4.- €, der halbe Liter Lambrusco über 6.- €. Insofern überlegt man sich das lange Sitzenbleiben wieder ;-). Das Essen ist jedoch recht günstig und war auch gut (Pizza zwischen 6,50 und 7,50, Hamburger mit Pommes so um die 6.-€). Dafür war die Cocktailbar in der Happy Hour durchaus günstig – jeder Cocktail 4.-€!

Neben dem Restaurant gibt es eine Bühne, auf der jeden Abend Vorführungen stattfinden.

Es ist unbedingt zu empfehlen, ein Fahrrad mitzunehmen, Der Platz ist so groß, dass man sich sogar überlegt, mit dem Rad aufs WC zu fahren, vom morgendlichen Semmelnholen ganz zu schweigen.

Wir sind einmal auf dem Radweg, der sehr gut ausgebaut ist (und auf dem auch gejoggt und gewalkt wird) bis nach Bibione ins Zentrum gefahren – die Kilometer weiß ich jetzt nicht, aber wir haben mit unseren Kleinkindern ca. 1 Stunde gebraucht – für die eine tolle Leistung!

Das Wetter war extremst super, es war die restlichen 3 Tage unseres Urlaubes sonnig, heiß und wir genossen den Strand und das Meer in vollen Zügen! 

So schauts direkt in Bibione aus - vor lauter Sonnenschirmen sieht man das Meer nicht mehr ;-) 

Fazit: Trotz Hauptsaison war an allen Campingplätzen ohne Reservierung ein Platz zu finden, wir werden sicherlich weiterhin ohne Reservierung unterwegs sein - man ist einfach flexibler, wenn etwas nicht passt. Wer jedoch in großen Gruppen reist und 3-4 Plätze nebeneinander haben möchte, sollte entweder auf kleinere Plätze ausweichen oder doch buchen.