2010/07 Sommerreise mit dem Womo
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- Kategorie: Camping
- Veröffentlicht am Sonntag, 15. Januar 2012 17:26
- Geschrieben von simbi
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Wir starteten unsere Reise am Samstag um die Mittagszeit Richtung Salzburg, die erste Station sollte der Wolfgangsee sein. Nachdem das Wetter unglaublich schön war, wollten wir die ersten Tage badend verbringen.
Wir landeten auf dem Campingplatz Birkenstrand,wo wir zwei Tage faulenzend verbrachten. Die Berge in der Umgebung (den Schafberg inklusive Schafbergbahn) und einen Fährausflug nach St. Wolfgang hatten wir schon in einem vorhergehenden Urlaub erledigt, so hatten wir nicht viel zu tun außer einer Radtour nach St. Gilgen, das ca. 5km entfernt lag.
Nach zwei Tagen wurde uns langweilig und wir beschlossen weiter Richtung Tirol zu fahren, um dort Freunde zu treffen. Auf dem Weg dorthin kamen wir an Krimml mit den schönen Krimmler Wasserfällen vorbei – wir machten einen Stopp und gingen den Pfad neben den Wasserfällen hinauf.
Scheinbar ist in Krimml immer das Wetter schlecht, so auch diesmal, und wir fuhren nach Besichtigung der Wasserfälle über den Gerloßpass nach Tirol ins Zillertal.
Kaum auf der anderen Seite angekommen, lösten sich die Wolken auf und die Sonne strahlte wieder :-)
Es ist ja bekannt, dass das Zillertal fest in deutsch-touristischer Hand ist – aber ganz so schlimm hatten wir uns das Szenario nicht vorgestellt. Am ausgewählten Campingplatz Alpenparadies fast nur Dauercamper aus dem Nachbarland, die Berge rundherum ausgelegt dafür, um mit der Gondel in Sandalen den Berg zu erklimmen (was die meisten Touristen auch so machen !) – um am Gipfel einen kleinen Rundwanderweg mit Hilfe des Sesselliftes zubewältigen – am von uns gewählten Abstieg von der Penkenalm, für die wir immerhin an die 4 Stunden brauchten, war vom Massentourismus wieder nichts zu sehen, es begegneten uns gerade einmal 2 Gruppen von Wanderern :-)
Der Abstieg war recht steil und felsig, aber landschaftlich einmalig schön. Leider gab es den gesamten Abstieg keine einzige Labstation, uns ging wieder einmal das Wasser aus und mit letzter Kraft erreichten wir schon fast im Tal die Hütte in Zimmereben, die für Kletterer ein Begriff sein sollte, da zwei Steige direkt zur Hütte hinaufführen.
Dort machten wir unsere wohlverdiente Rast.
Hier der link zu dieser Hütte, die wir sicher über einen der Klettersteige noch einmal besuchen werden: Zimmereben
Am nächsten Tag sind wir aufgebrochen, um Tom und Kathi im Kaunertal zu besuchen, die Beiden machten dort gerade Urlaub auf Toms Hütte.Da wir uns erst am Abend treffen wollten und der Weg nicht allzu weit war, machten wir Halt in Innsbruck und später am Badesee in Mieming, der wirklich zum empfehlen ist.
Auf einem schönen Hochplateau gelegen liegt der Naturbadesee mit Stegen und Springflößen.
Am Abend gings weiter ins Kaunertal, dieses ist ein Traum, total unberührt, nicht einmal bewohnt, es gibt nur ein Hotel , ein paar kleinere Hütten und den Gletscher.
Wir übernachteten beim Tom vor seiner Hütte im Womo neben dem großen Stausee in ca. 2000m Höhe – so einen Sternenhimmel wie dort habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Es war zwar relativ kalt, aber trotzdem wunderschön vom Wetter her, klar und tagsüber sonnig.
Am nächsten Tag beschlossen wir, auf den Gletscher zu fahren um dort zu frühstücken. Es war einfach herrlich, der Weg hinauf, die Landschaft, der Ausblick am Gletscher – ein Traum. Wir hatten sogar das Glück in erster Reihe zu stehen, denn die anderen Touristen kamen erst viel später an.
Nach unserem Gletscherfrühstück fuhren wir geschätzte 200 Kehren bergab, begaben uns nach Serfaus-Fiss um einen Berg zu „besteigen“, wir machten nach wieder geschätzten 200 Kehren bergauf in Fiss an der Talstation Halt und nahmen die Gondelbahn auf den Schönjöchl um zu Fuß den Abstieg bis zur Möseralm zu bewältigen. Wieder trafen wir auf etliche Touristen in Zehenschlapfen, die bergab unseren Weg kreuzten – was sich diese Leute wohl denken die so auf einen Berg gehen?!?
http://www.serfaus-fiss-ladis.at/de/sommer/
Der Weg war ein geschlungener Pfad am Berghang entlang mit wunderschöner Aussicht, nach ca. 2 Stunden waren wir bei der Möseralm angelangt. Dort trauten wir unseren Augen nicht, der Berg ist in eine Kindererlebnis-Mega-Spektakelwelt umgewandelt worden, wir kamen uns vor wie auf einem Jahrmarkt, nicht wie in den Alpen – nach einer Rast in diesem sonderbaren Umfeld nahmen wir die Sommerrodelbahn ins Tal hinunter.
Inzwischen hatten wir genug von Bergen und Kehren und beschlossen, auf schnellem Weg nach Italien ans Meer zu gelangen. Blöderweise hat sich Manfred recht verkühlt und hatte des Abends schließlich über 39° Fieber – es blieb uns also nichts übrig, als die nächste Apotheke aufzusuchen und noch eine Nacht im Kaunertal auf einem Campingplatz zu verbringen, dem Aktivcamping Prutz.
Am nächsten Morgen machten wir uns über den Reschenpass nach Südtirol auf,
fuhren den ganzen Tag und waren am späten Nachmittag in Cavallino Nähe Venedig angelangt. Der erste Platz unserer Wahl war leider ausgebucht, nach einigem Telefonieren hatten wir Glück und landeten auf dem Platz „Camping Cavallino“, der sich als für uns gut geeigneter und schöner Platz herausstellte.
Die ersten Tage hatten wir eine richtige Hitzewelle in Italien, es hatte auch in der Nacht weit über 30° und wir konnten uns kaum bewegen. Nach einem Unwetter in der Nacht normalisierten sich die Temperaturen wieder und auch das Meer, das unangenehm warm war, war auf einmal wieder erfrischend.
Einen Tag machten wir einen Ausflug nach Venedig, wir fuhren mit dem Autobus zum Fährhafen und mit der Fähre in die Stadt.
Wir verbrachten die Tage mit Nichtstun, die Kinder waren begeistert über das reichhaltige Kinderanimationsprogramm und waren den ganzen Tag am Platz unterwegs, um den verschiedenen Attraktionen beizuwohnen, am Abend konnten wir sie nur mit Mühe nach 22:00 zum Heimgehen bewegen :-)
Nach 5 Tagen in Cavallino war unser Urlaub dann auch zu Ende und wir machten uns wieder auf den Heimweg nach Österreich.






