fg_logo.jpgfg_logo2.jpgfg_logo3.jpgfg_logo4.jpgfg_logo5.jpg

2010/03 Frankreich - durchs Elsass im Wohnmobil

Reise durch Frankreich – Elsass bis Paris

Dieses Jahr verbrachten wir unsere Osterferien im Wohnmobil – wir machten eine Reise nach Frankreich, durchs Elsass bis Paris, mit anschließendem Besuch im Disneyland als Highlight für die Kids (und unser Geldbörserl ;-)).

Am Freitag, den 26. März ging es los, wir fuhren etwa gegen 17:00 in Richtung Westen, bei Linz machten wir eine kleine Pause beim Mac Donalds, die Kids bekamen einen Film eingelegt und wurden in Schlafpostion gebracht und weiter ging's. Wir hatten vor, bis zu einem Stellplatz in Ettlingen nahe Karlsruhe zu gelangen, was quasi neben der französischen Grenze gelegen ist. Die Fahrt gestaltete sich recht mühsam, es gab einige Baustellen und viel Regen und so kamen wir erst gegen 2:30 auf diesem Stellplatz an. Mit dem Wohnmobil im Gegensatz zum Wohnwagen keine große Sache, auf den Parkplatz gefahren, Handbremse angezogen und schlafen gelegt.

Stellplatz in Ettlingen

In Deutschland und auch in Frankreich gibt es etliche dieser Stellplätze, auf denen zwar kein Strom und Wasser verfügbar ist, man jedoch die Nacht verbringen kann und das umsonst.

Am nächsten Morgen sind wir nach einem Frühstück weitergefahren Richtung Elsass, unser erster Stopp sollte die Kirche Mt. St. Odile sein, anschließend Obernai, dann die Burgruine Haut Barr und in Saverne wollten wir wieder auf einem dieser Stellplätze übernachten.

Vorteil dieser Stellplätze ist, dass sie meistens mitten im Ortszentrum sind, was für normale Campingplätze nicht üblich ist.

Um ca. 11:30 waren wir also bei St. Odile und schauten und uns das Kloster an.

St. Odile 

Mich hat auch gleich eine Franzosin angequatscht, weils den Marvin der Länge nach in den Gatsch gelegt hat - ich war recht erstaunt (und überrascht, das in Frankreich ;-)) dass ich erstmal, nach 25jähriger französischer Sprachabstinenz, nur ein Gestammel hervorgebracht habe, aber im Elsass spricht man meistens auch Deutsch, was ich natürlich nicht ausnützen wollte, ich hatte ja vor, meine Kenntnisse wieder aufzufrischen!

Obernai

Haut Barr

In Saverne, wo wir übernachteten, war der Stellplatz wieder umsonst, dafür ohne Wasser und Strom, gottseidank sind wir im Womo gut ausgerüstet und können heizen und duschen, sogar Kaffeekochen am morgen war kein Problem.

Stellplatz in Saverne 

Saverne

In der Stadt selbst war kaum was los, als wir um 19:30 durch die Stadt schlenderten war ziemlich tote Hose, authentisch essen gehen konnten wir uns nicht leisten, war sauteuer dort, also gingen wir auf ein Kebab und tranken unsere Biere aus Österreich :-)

Am nächsten Morgen (für unsere Begriffe, es war ca. 10:30 :-)) fuhren wir weiter nach Paris, wo wir um ca. 18:30 angekommen sind. Wir nahmen die Autobahn, wo man uns alle paar Kilometer Maut verrechnet hat (insgesamt ca. 40.- für ca. 400km, also mehr als unsere halbe Jahresvignette!! Da soll sich nochmal einer über unsere 10Tages Vignette aufregen....). Zurück sind wir dann meistens über die Bundesstraßen gefahren, die zu zweispurigen Schnellstraßen ausgebaut sind, umsonst sind und die scheinbar von den meisten Franzosen benutzt werden, die die Maut nicht irgendwo abrechnen können :-)

Wir machten kurzen Stopp bei Valmy, wollten eigentlich ein Picknick dort bei der alten Mühle machen, da es aber pausenlos regnete und ca. 5° hatte, verschoben wir das Picknick auf einen anderen Tag. Dieser sollte allerdings in diesem Urlaub nicht mehr kommen, denn das Wetter war uns alles andere als gut gesonnen, es regnete täglich mit kurzen Unterbrechungen, Temperatur war durchgängig zwischen 5° und 9°.

Der Campingplatz in Paris ist zwar ein 4* Platz, ist aber recht grauslich von den Sanitäranlagen her. Es gibt zwar zum Glück warmes Wasser, die Räume waren auch gut geheizt, es war aber alles recht abgeschnuddelt. Egal, die 4 Nächte mussten wir durch, die Hotels in Paris sind auch nicht besser was man so hört … :-)

Campingplatz Bois de Boulogne - Paris

Die Kulinarik in Frankreich kam meines Erachtens viel zu kurz. Es ist scheinbar für normal Sterbliche nicht gedacht, sich schmackhaft & gut zu ernähren, so etwas wie unsere Wirten, bzw. Heurigen (im Elsass hätte ich schon damit gerechnet) gibt es nirgendwo. Es gibt Brasserien und Restaurants, die ab 15.- aufwärts pro Essen kosten, oder Fastfood, oder grausliche Sandwiches in den Supermärkten. Wir ernährten uns von den zwei letzteren, und das 10 Tage lang :-(

Allerdings muss man dazu sagen, dass es in den Supermärkten alles recht günstig gibt, was ein Franzosenherz höher schlagen läßt: Käse (Riesenbrocken um die 400g um 2,50.-, die Käseauswahl ist überhaupt der Megahammer), Baguette (Stück unter 1.-) und Wein :-).

In Paris hatten wir 3 Tage zur Verfügung, der Campingplatz ist zwar mitten in der Stadt, jedoch nicht an der Metro gelegen, so mussten wir einen Linienbus bis dahin nehmen.

Am ersten Tag standen Ile de la Cite mit Notre Dame, weiter am Rathaus vorbei zum Louvre. Kids sind zum Glück gratis, ein Erwachsener zahlt im Louvre fast 10.- Eintritt – aber wir wollten natürlich die Mona Lisa sehen (die ich eh schon kannte von vorigen Paris Aufenthalten). Das Bild selbst ist mickrig, klein, abgeschirmt, hinter Glas und fast nicht des Aufhebens wert – aber ich bin auch nicht sonderlich kunstverständig, was das betrifft :-)

 

Notre Dame

Rathaus in Paris 

Louvre mit Eingang unter der Glaspyramide

Menschentrauben stehen davor und man muss sich anstellen, um ein schlechtes Bild (ohne Blitz – ist verboten) zu machen, auf dem nichts zu erkennen ist :-)

Nach dem Louvre sind wir in ein Cafe, es war das letzte Mal in diesem Urlaub, denn wir haben für zwei große Bier jeweils fast 7.- bezahlt und das Eis der Kids war auch ein Wucher!

Burger „Quick“ ist auch nicht zu empfehlen – war die mieseste Fastfood Erfahrung, die wir je gemacht hatten bisher! *würgwürgwürg*

Am nächsten Tag war angesagt: Arc de Triomphe, runter die Champs Elysees (wo wir witzigerweise eine Schulkollegin von Helena getroffen haben samt Eltern :-)), am Invalidendom vorbei, zum Place de la Concorde, von dort sind wir mit der Metro zum Eiffelturm gefahren.

Arc de Triomphe 

Champs Elysees

Place de la Concorde

La Tour Eiffel

Wir mussten uns ca. 40 Minuten anstellen, um zur Kasse zu kommen, wieder lange anstellen, um mit dem Lift auf die dritte Plattform zu gelangen, nachdem wir ca. 10 Minuten oben waren brach ein extremes Unwetter aus und der Turm wurde evakuiert … also wieder mit dem Lift runter zur zweiten Plattform, dort warteten bereits so viele Leute auf den Lift ganz nach unten, dass wir die über 1200 Stufen nach unten genommen haben. 

Wir schauten uns an diesem Abend noch das Viertel la Defense an, da regnete es gerade für einige Minuten nicht. Supermärkte gibt es im Stadtzentrum so gut wie nicht, Einkaufszentren sowieso nicht. So nutzten wir in La Defense, wo ein riesiges Einkaufszentrum war, gleich die Möglichkeit zum Einkaufen und zum täglichen Einkehren in ein Fast Food Restaurant. Den Kids hat's getaugt und mich hat keiner gefragt ;-)

La Defense 

Zurück beim Womo hatte es drinnen ca. 11° - ich hoffte nur dass uns das Gas für die Heizung nicht auging. Sch.. Kalt.

Am dritten Tag besichtigten wir Mont Matre mit der Kirche Sacre Coeur und Centre Pompidou, eine Art Veranstaltungshalle, in der innerhalb Platz gelassen wurde für die wesentlichen Dinge und außerhalb die Stiegen, Rohre, etc. angebracht sind.

Bekannte Brasserie "Lapin Agile" am Mont Matre

Letzter Weinberg am Mont Matre

Sacre Coeur

Mont Matre

Moulin Rouge

Centre Pompidou

Am nächsten Morgen, es war bereits Donnerstag, reisten wir ab Richtung Disneyworld mit kurzem Umweg über Versaille und einem Luftfahrtmuseum, in Eurodisney gab es wieder einen Stellplatz für Wohnmobile.

Versaille

Luftfahrtmuseum

Stellplatz Disneyworld

Den nächsten Tag verbrachten wir im Disneyworld. Es war alles in allem ein zuckerlrosanes Wunderland – länger als einen Tag schwer auszuhalten :-) Leider war auch an diesem Tag das Wetter äußerst besch..., und so wurden untertags immer wieder die Fahrten außerhalb gesperrt, für die anderen „Rides“ musste man sich immer an die 40 Minuten anstellen. Preis/Leistung stimmt hier überhaupt nicht, wir haben für zwei Kids und zwei Erwachsene 200.- bezahlt – im Gardaland in Italien gibt’s nahezu die gleichen Attraktionen um den halben Preis.

Am Abend wollten wir vor dem Park Abendessen, es gab in den etlichen Burgerbuden (anderes war nicht vorhanden) kein Menü (Burger + Pommes) unter 15.-, da wir nicht für 4 Burger 60.- bezahlen wollten, kauften wir für die Kids an einem Stand ein Chicken Nugget Menü und aßen unsere Reste von Baguette und Käse im Womo, glücklicherweise hatten wir wenigstens schon die Möglichkeit gehabt, guten Wein einzukaufen :-)

Am Samstag fuhren wir wieder Richtung Osten, ins Elsass, wo wir noch eine Nacht bleiben wollten. Wir übernachteten an der elsässischen Weinstraße in einer Ortschaft namens Riquewihr auf einem Campingplatz, der kostete 18.- für diese Nacht, wir brauchten wieder einmal ein bisschen Strom und Wasser zum Nachtanken :-)

Es schüttete auch hier in Strömen, sodass eine Ortsbesichtigung nicht in Frage kam.

Am nächsten Morgen, am Sonntag, schauten wir uns am Heimweg noch die Ortschaften Ribeauville und Colmar an, wir hatten zuerst vor in Bayern zu übernachten, aufgrund des elenden Wetters kamen weitere Besichtigungen sowieso nicht mehr in Frage, also legten wir wieder eine Nachtschicht ein (großer Vorteil: schlafende Kiddies quengeln nicht ;-)) und fuhren den restlichen Weg durchgängig nach Hause, wo wir um ca. 1:00 nachts ankamen.

Elsässische Weinstraße

Ribeauville

Colmar

Gesamtkilometer waren bei dieser Fahrt ca. 2.800.

 

Zusammenfassend meine Meinung:

Elsass ist zwar nett, die Ortschaften bestehen aber meistens nur aus 1-2 schönen Gassen, die man so im Reiseprospekt sieht. Die kulinarischen Genüsse der Region bleiben im Verborgenen, da man sich zu Viert kaum einen Restaurantbesuch leisten kann, es gibt nur „teure Hütten“, keine Heurigen oder sonstige (Wein)verköstigungen wie bei uns.

Frankreich ist insgesamt recht schmutzig, es liegt viel Müll in der Gegend herum, was man von uns nicht kennt.

Die Franzosen waren meist extrem nett und zuvorkommend, haben nicht gedrängelt, gehupt, geschimpft, oder sich sonst irgendwie aufgeführt, wie man das von Wien her kennt, die unangenehmen Leute waren meistens die Touristen.

War sicher nicht das letzte Mal in Frankreich, aber wohl nicht mehr in diese Gegend, das nächste Mal will ich Meer & Sonne sehen :-)