2011/07 Schweiz-Südfrankreich-Italien im Womo
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- Kategorie: Camping
- Veröffentlicht am Sonntag, 22. Januar 2012 16:38
- Geschrieben von simbi
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Heuer im Sommer führte unser Trip durch die Schweiz, Südfrankreich und zurück durch Italien.
Freitag, 22. Juli 2011
Es war Freitag Abend. Ursprünglich hatten wir, aus Gründen der Stressvermeidung, vor, erst am Samstag in der Früh abzureisen. Im Zuge des Packens am Freitag Nachmittag wurde unsere Unruhe aber immer größer uns so setzten wir uns am Freitag, um ca. 21:30 in unser Wohnmobil und starteten unsere Reise Richtung Westen.
Der Plan war, wie auch schon in voran gegangenen Jahren, eine Woche Wandern in Österreich und eine Woche Baden an der Adria. Es sollte anders kommen… J
An diesem Abend stoppten wir um 24:00 kurz vor Attersee, die Fahrt verlief in strömendem Regen.
Samstag, 23. Juli 2011
Auch an diesem Morgen war das Wetter kein bisschen besser, wir überlegten in welche Richtung wir unsere Reise fortsetzen sollten, weder im Süden Österreichs noch im Westen war anderes Wetter als Dauerregen für die nächsten Tage voraus gesagt. Schlechte Voraussetzungen für unsere alpinen Wanderungen.
Wir beschlossen, weiter in den Westen zu fahren, über Salzburg, wo wir eigentlich stehen bleiben wollten um unseren Kindern die Stadt zu zeigen, Dauerregen und ca. 14° wussten das zu verhindern, weiter übers deutsches Eck, Innsbruck, Imst, Landeck, und noch immer schüttete es in Strömen.
Da wir unabhängig waren, fuhren wir weiter in die Schweiz, inzwischen war’s vom Weg auch schon fast egal und das Wetter sollte besser sein als in Österreich.
Wir kamen an diesem Tag bis Zernez, das auf ca. 1.400m im schweizerischen Nationalpark gelegen ist. Wir fanden einen netten Campingplatz, den „Camping Cul“ in Zernez und verbrachten die Nacht dort.
In der Schweiz war es endlich regenfrei, aber dafür s..kalt!
Wir gingen noch ein bisschen um- und im Campinggelände spazieren, kochten uns etwas Feines und gingen schlafen.
Details zum Campingplatz:
2011/07 - Camping Cul/Zernez – Schweiz
Sonntag, 24. Juli 2011
Am Morgen konnte ich meinen Augen nicht trauen, das Außenthermometer zeigte 8° an und wir hatten Schneefall, die Bergspitzen rundherum waren alle angezuckert. Das war nicht das, was ich im Hochsommer sehen wollte.
Wir packten uns zusammen und fuhren in Richtung Ofenpass, dort machten wir eine kleine Wanderung auf eine Alm, deren Namen ich nicht mehr weiß, aufgrund Schneegeflankerls und ziemlicher Kälte hielten wir uns nicht lange auf.
Unsere weitere Reise führte vorbei an St. Moritz, über den Julierpass (2.284m Höhe) nach Chur und schließlich über die Autobahn Richtung Süden, wir wollten dem Wintereinbruch entkommen und beschlossen, so lange weiter zur fahren, bis es endlich warm und sonnig wäre J
Weiter ging’s über den San Bernadinopass (2.065m), auf dem man ständig über Brücken von einer Talseite zur anderen fährt und einen einmaligen Ausblick ins langsam beginnende Flachland hat! Wir beschlossen bis nach Italien zu fahren, da die Schweiz uns von den Kosten her überforderte. Im Sommer 2011 war der Franken so gut wie 1:1 mit dem Euro.
Angekommen in Locarno am Lago Maggiore waren wir ganz aus dem Häuschen. Es sah nach Sommer aus, es hatte trotz der Abendstunden noch immer 25° und die Sonne strahlte vom Himmel. Hier wollten wir bleiben.
Wir parkten uns auf einen Stellplatz in der Nähe des Zentrums, der schon ziemlich überfüllt war. Man sollte für den Stellplatz 20.-€ bezahlen, „leider“ funktionierte der Automat nicht. Auf diesem Stellplatz gab es weder Strom noch Wasser, es war lediglich ein größerer Schotterparkplatz.
Wir telefonierten mit allen Campingplätzen in der Nähe, alle waren restlos ausgebucht, kein Platz zu bekommen.
Wir gingen also in die Stadt und flanierten etwas. Der Ort war schön anzusehen und zeitweise ziemlich mondän.
Später kehrten in eine Pizzeria ein, in der wir für 2 Pizzen, die wir uns teilten und 4 Getränken über 60.-€ bezahlten. Die Kinder bestanden noch auf ihr Eis, 2.- pro Kugel. Nach diesem teuren Abend gingen wir zurück zum Womo und wollten am nächsten Morgen weiter in den Süden fahren.
Montag, 25. Juli 2011
Weiterfahrt Richtung Süden nach Genua, vor der Autobahnauffahrt machten wir noch Stopp in einem „IperCoop“ und frischten unsere Vorräte auf – wir wussten nicht wann wir einen freien Platz auf einem Campingplatz finden sollten, wir hörten die nächsten Tage noch ziemlich oft „totally full“.
Um ca. 17:00 kamen wir in Villeneuve-Loubet an, einem kleinen Ort an der Cote d’Azur. Wir telefonierten wieder mit etlichen Campingplätzen, die alle toll aussahen, direkt am Meer oder mit schönen Poolanlagen direkt an der Küste – leider alles ausgebucht.
Wir fanden schließlich einen Platz im Landesinneren auf einem Campingplatz namens „Le Sourire“, der hatte 4 Sterne, die er nur für den Preis erhalten hatte ;-)
Details zum Campingplatz:
2011/07 - Camping Le Sourire/Villeneuve-Loubet – Südfrankreich
Dienstag, 26. Juli 2011
Sonniger Tag, windig und frisch. Die Kinder wollten unbedingt ins Pool und so ging Manfred mit ihnen baden, ich konnte mich aufgrund der Temperaturen beherrschen J
Anschließend planten wir einen Ausflug nach Cannes. Wir fuhren mit dem Bus vom Campingplatz nach Cagnes-Sur-Mer (4.-), von dort mit der Bahn nach Cannes (25.- hin/retour). Am Bahnhof mussten wir Engländern behilflich sein, die nach Monaco wollten, sie sprachen kein französisch und der Bahnbedienstete weigerte sich englisch zu reden.
Cannes ist erstaunlicherweise recht günstig, wenn man von einigen VIP-geprägten Plätzen absieht.
Mittwoch, 27. Juli 2011
Ganztags Regen und Gewitter! Wir beschlossen einen Ausflug nach Grasse zu unternehmen und einige Einkäufe zu tätigen. Die Besichtigung der sehr schönen Altstadt mussten wir uns wegen dem starken Regen sparen, zumindest konnten wir eine Parfumfabrik von Galimard besuchen.
Später gingen wir etwas einkaufen, zuerst Lebensmittel im „Netto“ und „Carefour“, dann gingen wir noch durch ein kleines Kaufhaus. Am Heimweg wollten wir über die Küstenstraße fahren, wir kamen in einen Megastau, für 10km brauchten wir über eine Stunde. Es empfiehlt sich an der Cote d’Azur die ziemlich teure Autobahn zu nehmen (Kilometerabhängige Maut) wenn man es eilig hat J
Am Abend grillten wir trotz Regen vor unserem Wohnmobil und machten einen Fernsehabend.
Donnerstag, 28. Juli 2011
Dieser Tag war wieder schön und sonnig und wir nutzten ihn für einen Ausflug nach Monaco. Dazu nahmen wir wieder den Bus nach Cagnes-Sur-Mer, von dort die Bahn nach Monaco (33.-hin/retour). Zu den Bussen ist uns aufgefallen, dass die Fahrzeiten überhaupt nicht mit denen am Fahrplan übereinstimmen. Der Bus kommt einfach irgendwann, wenn man gerade an der Haltestelle ist, ist gut, sonst hat man Pech gehabt und muss warten.
Auch in Monte Carlo kann man durchaus um wenige Euro direkt beim Pool am Hafen essen. In welche Restaurants man nicht gehen sollte sieht man eh gleich.
In Frankreich sind die Parkplätze vor Supermärkten und sogar Baumärkten ziemlich klein gehalten, die meisten haben sogar eine Höhenbeschränkung, sodass wir mit unserem Wohnmobil meistens nicht einfahren konnten. So sind wir meistens irgendwo in der Nähe im Halteverbot gestanden.
Freitag, 29. Juli 2011
Weiterfahrt nach Port Grimaud, an der Cote d’Azur ca. 6km vor St. Tropez, nach ungefähr 1 Stunde sind waren wir dort. Es waren wieder alle Campingplätze zum Bersten voll, wir fanden schließlich doch noch etwas auf dem Campingplatz „De la Plage“.
Details zum Campingplatz:
2011/07 - Camping De la Plage/Grimaud - Südfrankreich
An einem Tag unternahmen wir einen Radausflug nach St. Tropez, es waren zwar nicht allzu viele Kilometer, gestaltete sich mit den Kindern trotzdem recht mühsam und dauerte auch lang.
In St. Tropez konnten wir die Partyvorbereitungen für einen der „Reichen&Schönen“ miterleben: Der halbe Hafen war gesperrt, der leere Platz im Yachthafen war an der Anlegestelle mit rotem Teppich ausgelegt, ein Auto (springendes Pferd) im höheren 3stelligen Eurobereich stand unter einer Abdeckung als Geschenk bereit J Am Abend konnten wir uns das Feuerwerk von unserem Campingstrand ansehen, der gegenüber lag – es wurde so ungefähr ein Monatseinkommen von uns in der Luft verpulvert (oder mehr) J
Wir hatten noch nie so viele teure Autos an einem Ort gesehen, wie in den Städten der Cote d’Azur J
Der Campingplatz war neben der Ortschaft Port Grimaud gelegen, diese ist auf jeden Fall einen Ausflug wert, es erinnert ein wenig an Venedig mit seinen Brücken und Kanälen!
Montag, 1. August 2011
Unser Platz in St. Tropez war schon wieder weiter vermietet und wir hatten uns mit Michelle & Schmud ein Treffen in Italien ausgemacht, also mussten wir Südfrankreich schon wieder verlassen.
Nach dem Frühstück brachen wir auf Richtung Italien, ca. 730km Fahrt. Der Tag war sehr heiß, die Fahrt lang und mühsam.
Am Abend kamen wir erschöpft nach Eraclea Mare zu unseren Freunden, der Campingplatz war restlos ausgebucht und wir hatten keine Chance dort zu bleiben. Die Kinder weinten und suchten uns einen Campingplatz in der Nähe, den Camping „Laguna Village“ in Caorle.
Details zum Campingplatz:
2011/07 - Camping Laguna Village/Caorle – Italien
In der Zwischenzeit versuchten unsere Freunde einen Platz für uns am anderen Campingplatz zu ergattern, das erwies sich als ziemliche Herausforderung. Die Mitarbeiter verhielten sich sehr ruppig und kompromisslos, von „nichts verstehen“ bis „etwas frei“, 30 Minuten später wieder „leider besetzt“ war alles dabei. Wir gaben die Hoffnung schon auf, diesen Urlaub miteinander verbringen zu können.
Einens Tages riefen unsere Freunde an, dass sie einen Platz bekommen hätten. Manfred fuhr mit dem Fahrrad die 15km zu ihnen, er wollte unseren Platz nicht aufgeben, bevor wir nicht fix den andren hätten. Dort angekommen, hieß es zuerst, es wäre doch nichts mehr frei, dann nach langem hin und her bekamen wir endlich unseren Platz am Campingplatz Portofelice!
Details zum Campingplatz:
2011/07 Camping Portofelice/Eraclea Mare – Italien
Wir blieben bis Samstag hier, dann war unser Urlaub leider schon wieder zu Ende und wir mussten heimfahren.






