2010/10 6h Enduro Weikertschlag
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- Kategorie: Geschichten
- Veröffentlicht am Sonntag, 15. Januar 2012 17:21
- Geschrieben von ktm
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2 Jahre mussten seit dem letzten langzeit Enduro vergehen (Grafenbach 2008).
Aber jetzt gings auf nach Weikertschlag zum 4. Thayatalenduro der FF Weikertschlag.
Nachdem der ursprüngliche Termin um 2 Wochen verschoben wurde (wegen wochenlangem Regen) musste ich auf die Quali am Samstag verzichten. Ich bin erst Freitag Nacht aus Brüssel zurück.

Wiedermal wurde eine wunderbare Endurorunde geboten. Relativ schnell, relativ einfach. Es waren keine wirklichen Hindernisse im Spiel. Gerade mal zwei Auffahrten im Wald die für einige Fahrer zum Verhängnis wurden.
Nachdem mein Training die letzten Wochen aufgrund vielder Dienstreisen sehr kurz kam machte ich mir auch keine allzu großen Hoffnungen.
Die erste Runde lief ja noch ganz gut, am Ende starten (ohne Quali) ist natürlich nicht ideal, aber was solls, sind ja 6 Stunden. Vielleicht hätte ich nachdem ich die Strecke ja noch nicht kannte nicht gleich versuchen sollen so viele wie möglich zu überholen. Gleich relativ am Anfang der ersten Runde gab es eine mittelmässig steile Abfahrt mit Baumstümpfen drin. Am unteren Ende der Abfahrt wurde es nochmal ein wenig steiler bis in ein Bachbett hinein. Eigentlich kein Problem. Da standen auch schon einige Fahrer vor den letzten paar Metern und hatten sich hintereinander angereiht, aber da komm ich doch locker vorbei.
Kam ich auch, blöderweise war die Einfahrt in das Bachbett anders als erwartet, unter Wasser machte es nochmal so eine Stufe in der das Vorderrad hängen blieb. Somit machte ich den ersten Purzelbaum vornüber gleich mal nach 1,5 Minuten Rennen.
Fazit: waschelnass, blutiges Auge

Danach lief es relativ gut, ich fühlte mich fit. Nach 4 Runden tanken, dann weiter. Kurz vor dem zweiten Tankstopp (in Runde 8) wurde es dann schon etwas 'zach'. Die Kraft und dadurch die Geschwindigkeit ließ deutlich nach. Nach dem zweiten Tankstopp schaffte ich noch weitere 3 Runden und kam somit auf insgesamt 11 Runden in 6:07 Stunden.
Naja, ein bissl zum hinternbeissen ist es schon, die 7 Minuten hätte ich schon locker geschafft noch reinzuholen und eine Runde mehr zu fahren.
Andererseits liegt dann zu den Top (Einzel-) Fahrern noch immer ein Unterschied von 3 Runden. Wie das reinzuholen sein soll hab ich wirklich keine Ideen mehr. Noch mehr Ausdauer trainieren, dann vielleicht 13 Runden. Aber dann ist die Luft draussen bei mir.
Wie auch immer, ab ca. 03:40:00 dachte ich mir nur noch, ists bald aus? 2 Tage Ganzkörperdauermuskelkater. Und schon freu ich mich auf das nächste :-)
Hier noch ein Bericht von "Enduro-Austria"
WEIKERTSCHLAG AN DER THAYA - BACHNER CUP 2 - PRÄDIKAT - EMPFEHLENSWERT
Am 16. und am 17. Oktober, einem typischen Herbstwochenende, ging das 4. Thayatal-Enduro über die Bühne. Dieses von der Freiwilligen Feuerwehr Weikertschlag organisierte Rennen startete mit zwei Wochen Verspätung voll durch. Aus Schlechtwettergründen musste der erste Termin verschoben werden.
Nun endlich konnten sich die etwa 170 Starter in den Klassen Einzel wie Team von den unendlichen Weiten des Thayatals überzeugen und dem Ruf der 14,5km langen Strecke folgen.
Von der sehr langen und schnellen Runde konnte sich bereits am Samstag beim ausgiebigen Training und anschließendem Prolog ein Bild gemacht werden. Am Sonntag ging es dann darum diesen Kurs 6 Stunden lang zu "erfahren", was besonders den Einzelfahrer eine Herausforderung offenbarte.
Die Strecke verlief teilweise direkt neben der Thaya und nahe der Landesgrenzen ( einige im Fahrerlager hatten sogar tschechisches Handynetz ). Es war nicht so sehr vom technischen Aspekt wie vor allem wegen des hohen Tempos anspruchsvoll zu fahren. Zügig und weitläufig trifft es wohl am ehesten auf den Punkt. Einige Auf- und Abfahrten, Bachüberquerungen, eine Straßenunterführung durch ein Rohr und ein zu überwindender Tieflader sorgten für die nötige Abwechslung. Über die extrem schnellen Ackerpassagen mit den ewigen Spurrillen galt es nicht nur die Zähne zusammen zu beißen, sondern auch das Hinterteil heftig anzuspannen...
Dieser zweite Bachner Cup Lauf ( der erste war der Sommergranitbeißer ) im heurigen Rennkalender rief Hobbyfahrer wie Profis an den Start. Vor allem Vielfahrer wollten an einem der letzten Events der Saison noch einmal so richtig mit Speed mitmischen und den Konkurrenten die Ellbögen spüren lassen. Nach dem Prologergebnis vom Samstag wurde am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr zum Start aufgestellt und ab 9 Uhr wurden die Starter einzeln in den 6-stündigen Fight geschickt.
Das Wetter spielte super mit. Es war zwar das ganze Wochenende völlig bedeckt und auch kalt aber die beiden Tage vergingen ohne Regen. Viele bekannte Einzelkämpfer und auch Teamgeister zeigten wieder mal bestes Enduro und auch wie man so eine Strecke perfekt unter die Räder nimmt. Selbst in der Wechselzone lief alles wie am Schnürchen.
Adamek/Ponweiser wie auch Brandauer/Enöcklgingen als Favoriten ins Rennen und bestätigten diese Rolle eindrucksvoll. Im Rennen der Profiteams ging es nämlich besonders knapp zu. Mit nur 8 Sekunden Vorsprung hechteten sich Adamek/Ponweiser als erste ins Ziel. Knappe zweite wurden demnach Brandauer/Enöckl vor Lechner/Leimhofer.
Bei den Profi-Einzelstreitern dominierte der junge Maxim Schermann vor Markus Schmölz und Hannes Brandtner. Das gesamte Rundherum ( Fahrerlager, Verpflegungsmöglichkeit, Toiletten.. ) war von der FF Weikertschlag in langer Vorarbeit und unter Mithilfe zahlreicher Personen bestens organisiert worden. Danke! Mit dem nächsten Rennen kommendes Wochenende, dem Herbstgranitbeißer, ist der Bachner Cup 2010 komplett! Also bis dann...
Enduro-Austria, diNes






