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2008/09 5 Stunden Grafenbach

Manfred und Stefan beim 5 Stunden Enduro in Grafenbach

Irgendwie schon komisch. Was ist es eigentlich dass einen immer wieder einmal dazu bringt ein Rennen mitzufahren? Es ist Streß, sie sind fast immer bei den schlechtesten Wetterbedingungen wo es vor dem Fernseher viel schöner ist, es ist danach meistens was kaputt, man muss sich über sich selbst, übers eigene Motorrad und über andere Fahrer ärgern.

(simbi: und dann am SO Abend daheim vorm TV kräftig über blaue Flecken und Muskelkater jammern - mir hat er nicht leid getan ;-))

Naja, es war wiedermal Zeit. Bei mir ists schon 2 Jahre her, beim Stefan noch viel länger dass wir das flaue Gefühl im Magen (und im Darm) am Morgen hatten und die Nervösität ansteigt.

Wir haben uns für das 5 Stunden Grafenbachenduro angemeldet. Veranstaltet von der Motothek und dem MSC Schwarzatal.

Ein Mehrstundenenduro im gleichen Stil wie z.b. Granitbeisser etc. Samstag ist freies Training und eine Quali Runde, am Sonntag ist dann 5 Stunden Rennen. Je mehr Runden in 5 Stunden = desto besser. Ganz einfach.

Anfänglich schaute es nach richtigem Endurowetter aus. Also Regen, durchgehend. Gottseidank ist es an beiden Tagen bei ab und zu leichtem Nieseln geblieben. Also genug dass es nicht staubt, Grip war perfekt.

Streckenverlauf:
Relativ kurze Runde, knapp 5 km, relativ einfach bis auf zwei Auffahrten im Wald (wo die zweite davon während des Rennens rausgenommen wurde).
Ein bissl MX Bahn ähnlich, ein bissl Wald, ein Stoppelacker. Nett.

Kritische Blicke vom Nachwuchs...  

Rennen:
Rennen ging ganz gut los. Trotz der nicht optimalen Startposition augrund des Sturzes in der Quali, da war ich selber schuld, danach hat es den Rally Guard so fest auf den Gasgriff gedrückt dass ich den nicht mehr drehen konnte.
Wie auch immer, Start verlief ok, habe einige gleich wieder zurück überholen können. Um Staus zu vermeiden wurden in der ersten Runde die Steilhänge im Wald ausgelassen. Zweite Runde war auch OK, in der dritten Runde beim zweiten Steilhang kam ich gut um die Kurve, leider ist der Fahrer vor mir am Hang verhungert und gestürzt, ich konnte nicht mehr ausweichen und bin auf ihn drauf.
Dabei ist das Motorrad so unglücklich gefallen dass dei Fussraste des anderen Motorrades mir den Benzinschlauch aufgerissen hat und der Lenker ziemlich verbogen war.

Bis ich wieder fahrbereit war musste ich z.B. den markanten 450er BMW Fahrer 4 mal zuschauen wie er vorbeikam. Heul. Dann war ich mir auch noch zu stolz das Mopperl ein wenig über den Kukuruzacker zurück zu schieben und wollte stattdessen dort weiterfahren wo ich gerade stand. Drei Versuche gingen dabei in die Hose. Danach hab ich dann doch geschoben und bin den ganzen Auf-und Ab-Teil zur Gänze nochmal gefahren. Hätte ich das doch nur gleich gemacht.

Danach gings einige Zeit wieder recht gut bis ich dann in dem Auf und Ab oberhalb des Start/Ziels mit dem linken Fuß ins Leere getreten bin. Irgendwo ist mein Schalthebel abhanden gekommen. Kruzifixnoamoi!

Moped abstellen, auf allen Vieren die letzten 100 Meter absuchen. Stefan kommt vorbei. Noch immer suchen, suchen. Stefan kommt schon wieder vorbei. Ah! Da ist er! Gefunden! Leider ist der 4. Gang drinnen. Mit der 4ten die Runde fertigfahren, ins Fahrerlager. NEIN! Keine Ersatzschrauben mit. Eine Schraube vom vorderen Kotflügel raus (da müssen doch 3 reichen) und damit den Schalthebel wieder befestigen. Klumpert.
Weiterfahren. Ging wieder ganz ok, macht Spaß.

Fazit:
Super Rennen, sehr gemütliche Atmosphäre. Gerne wieder.
25. Platz mit 21 Runden war alles andere als berühmt, aber was solls. Die 16 Runden Rückstand auf den 1. sind absolut demotivierend. 6-7 mehr wären ohne Defekte drin gewesen, aber dann, pfff. *alselenderlangsameranfängerimerdbodenversink*

 

Stefan hatte mit 15 Runden den 29. Platz gemacht. Auch er hat die Endurorunde mit Ersatzteilen gepflastert. Vor allem gebrochene Kupplungshebel.

simbi: Die schauen eh nicht so fertig aus - das nächste Mal müssens wieder 6 Stunden Enduro fahren... ;-)