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Wir - das sind Gerald, Manfred, Max, Stefan, Tom, Thomas und Silvi trafen sich um 9:00 in Wien Simmering, um die Reise zu starten. Wir kamen fast pünktlich um 9:30 weg, fuhren in Richtung Osten über den Grenzübergang Hegyeshalom, den wir um ca. 10:00 erreichten. Kurz nachher gab's schon die erste Panne - Max hatte mit seinem Transit einen "Patschn" - aber er hatte natürlich ein Reserverad dabei und nach kurzer Suche der Entriegelung desselben (seither ist die Holzplatte am Busboden leicht demoliert ;-)) wechselten er und Veigl in kürzester Zeit den Reifen. Wir warteten an der ersten Raststation nach der Grenze (Babolna), an der es auch einen original Mc. Donalds gab! Die Zeit nutzten wir, um die ersten rumänischen Worte zu lernen, zumindest "Guten Tag", "Bitte", "Danke" und ein bissl fluchen ("al dracul") wollten wir schon können. Bald ging's weiter und um ca. 16:00 nach 523 km kamen wir an den ungarisch-rumänischen Grenzübergang Cenad an. Wir hatten wider Erwarten überhaupt keine Wartezeit, waren neben einem Konvoi deutscher Motorradfahrer, die auch nach Brebu Nou wollten, die einzigen "Überfahrer". Die rumänischen Zollbeamten kontrollierten die Papiere und ließen uns sofort weiterreisen - die Erfahrungen der Vergangenheit, wo die Wartezeit - obwohl nichts los war - 2-3 Stunden betrug, hatte sich gottseidank nicht wiederholt! In Rumänien war es aufgrund der Zeitumstellung gleich 17:00. In Timisoara machten wir noch einen Tankstopp - leider funktionierte die Telefonleitung für unsere Kreditkarten nicht, Geld gewechselt hatten wir auch noch nicht, und der Tankwart musste nach viel Überredungskunst unsere Euro annehmen - zu einem für ihn sehr guten Kurs, er machte immerhin einen Gewinn von insgesamt 15.- €,! Nach fast 700 km von Wien und um kurz vor 22:30 Ortszeit kamen wir endlich in Brebu Nou an. Nachdem wir unser Quartier bezogen hatten - wir bekamen zu 7t ein ganzes Haus für uns allein - tranken wir noch ein paar Bierchen und fielen recht bald ziemlich müde ins Bett. _______________________________________________________________________
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Es war ein wunderschöner, warmer Morgen und die Sonne strahlte! Die Vorfreude auf die erste Motorradausfahrt befiel scheinbar alle von uns, keiner hielt es lang in den Federn aus. Nach dem Frühstück war schon bald reges "Zangeln" in unserem "hauseigenen" Hof, die Nummerntafeln wurden in Attrappen ausgetauscht, Reifen gewechselt, noch die eine oder andere Kleinigkeit gerichtet und los ging's. Für mich, Silvi, war es nach meiner "Zwangspause" die allererste Ausfahrt offroad, ziemlich langsam unterwegs wollte ich mich schließlich zusammenreißen und "stoffgeben" - auf einmal schlug Manfred vor mir mitsamt seiner KTM einen Purzelbaum - und das innerhalb der ersten 300m! Das flösste mir wieder Respekt ein. Kurz später bemerkte Tom ein Loch im Kühler seiner KTM 620, er musste ins Lager zurück und den Kühler ausbauen - der "Hausmechaniker" der Enduromania, ein ca. 60 jähriger Mann, nahm den Kühler mit und versprach ihn repariert am nächsten Tag wieder zurück zu bringen. Da ja der eigentliche Bewerb der Enduromania erst am Montag begann, erkundeten wir auf eigene Faust und ohne Plan die Gegend und konnten uns auf diese Weise ein bissl einfahren und der eine oder andere das "Fallen im Gelände" wieder üben! : Nach der extremsten Abfahrt des Tages, ein Hohlweg im Wald der mich persönlich 1 Stunde und ungefähr 5 Umfaller kostete, gab's die nächste Panne. Der Kühlerschlauch von Max's Husqvarna riss mit einer riesen Dampfwolke ab, mit Hilfe von Superkleber behoben wir den Schaden - und der Schlauch hielt bis ins Lager. Am letzten Stück des Weges nach Brebu Nou zurück, zwar eine Asphaltstraße, jedoch mit metertiefen Schlaglöchern und teilweise Schlamm/Erdfahrbahn wollte es der Veigl scheinbar nochmal wissen, die Kurve siegte jedoch - es ist gottseidank ausser ein paar Schrammen an Veigl und seinem Motorrad nichts passiert. Leider verschlechterte sich das Wetter im Laufe des Nachmittags, der Himmel wurde immer schwärzer und wir beschlossen die Heimfahrt ins Lager anzutreten - kaum dort angekommen zog ein "Mega-Gewitter" über Brebu Nou und es regnete zwei Stunden ohne Unterlass. Wir saßen in unserem Haus und fachsimpelten bei ein paar Bierchen über den vergangenen Tag und diverse Fahrfehler und hofften auf besseres Wetter am nächsten Morgen. Zumindest auf die "Gatschlacken" würden wir die nächsten Tage nicht verzichten müssen. : Am Abend war ein "Kennenlernentreffen" organisiert, jede Gruppe sollte sich KURZ vorstellen, was jedoch bei den meisten Germanen unmöglich war - sie hielten riesenlange Monologe und wir waren nach Ende der Veranstaltung um ca. 23:00 psychisch am Ende - nach einem Schlummertrunk gingen wir zu Bett. _______________________________________________________________________ |
Heute begann die eigentliche Enduromania, mit unseren Roadbooks, die wir beim gestrigen "Kennenlerntreffen" bekommen hatten, hatten wir nun die Aufgabe, die Kontrollpunkte abzufahren und dafür Punkte zu bekommen. Das Wetter am Morgen war wieder strahlend schön, leicht verkatert schafften wir um 11:00 die Abfahrt. Nach einem schwierigen Hohlweg durch den Wald, der wieder einige Opfer gefordert hatte, trennten wir uns. Veigl, Max und ich fuhren die einfache Strecke bis Caransebes. Manfred, Gerald, Stefan und Tom fuhren über den "GPS-Punkt 4" dorthin - dort konnten wir endlich Geld wechseln und die Motorräder auftanken. Den Heimweg wollten wir gemeinsam bestreiten, über Dealul Parului nach Lindenfeld - jedoch auf einem schwierigen Hohlweg, auf dem ich mit Vollgas ins Gebüsch fuhr und der Kühler von Max's Husqvarna wieder leckte, beschlossen wir uns wieder zu trennen - Veigl, Max und ich fuhren die leichte Strecke heim, Manfred, Gerald, Tom und Stefan holten den Punkt aus Lindenfeld - wofür sie sogar einen Führer hatten - mitten im Wald trafen sie einen Rumänen, der sehr gut deutsch sprach und zufällig auch nach Lindenfeld unterwegs war - er fuhr mit den 4 als Beifahrer von Tom (ohne hintere Fussrasten!) - und es hat ihm sogar sehr getaugt!! _______________________________________________________________________ |
Heute ging unser Weg über den Dreikreuzberg (Trei Cruci), die Rinderhöhe (Dealul Vacutei) und Matau. Kurz vor dem nächsten Kontrollpunkt Poiana de Mar, um ca. 13:30, ging Max' Kühler wieder ein und wir mussten uns trennen. Max, Veigl und ich fuhren heim ins Lager, Manfred, Gerald, Stefan und Tom gingen weiter auf Punktejagd. Zuerst zum Punkt "Poiana de Mar" - kein Problem zu finden. Von dort aus wollten wir zum nächsten Punkt "Bibanu - Armenis Top". Das wurde leider nix. Ein bissl verkoffert, den falschen Weg genommen, welcher über einige Kilometer Trial-Einlagen über Fussballgrosse Steine zur E70 in Armenis geführt hat. Dann über die normalen Straßen bis Luncavita (Kontrollpunkt) zum Tanken. Weiter nach Verendin und weiter auf der breiten Traktorpiste zum Kontrollpunkt "Verendin Top". Hat leider nicht so auf Anhieb geklappt. Auf der Flucht vor einem Hund haben wir die falsche Abzweigung genommen und somit den verkehrten Gipfel erklommen. Oben auf'm Berg hat uns das GPS eh sofort darauf hingewiesen. Aber anstatt noch mal den Weg zurück usw. haben wir uns für die direkte entschieden. Wie mit einem Lineal gezogen gerade runter ca.150 Höhenmeter, durch einen Bach und auf der anderen Seite150 Höhenmeter wieder rauf zum Punkt. Von dort aus gings weiter zum nächsten Punkt "Poiana Radcoasa". Die Anfahrt von Verendin Top aus war wirklich "Top". Immer weiter über Wälder und Wiesen und durch Gatsch. Von Poiana Radcoasa wollten wir direkt zurück nach Brebu Nou, aber nahmen wiedermal den verkehrten Weg und landeten am Semenic. Wir bereuen allerdins nix. Der Weg war einsame Spitze! Kilometerweit leicht bergauf durch dichtesten Wald. Von Semenic retour nach Brebu Nou nahmen wir die asphaltierte Straße. _______________________________________________________________________ |
Heute wollten wir nach Anina fahren, angesicht der weiten Strecke gelang uns eine Abfahrt um 10:00! Das Wetter sah, wie jeden Morgen, viel versprechend aus - strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Wir fuhren in Richtung Semenic (Kontrollpunkt) und wollten weiter Richtung Cosava. Die richtige Waldeinfahrt zu finden, gelang uns noch, allerdings herrschte dann das absolute Chaos, jeder fuhr irgendeine Strecke den Wald hinunter, bis wir überhaupt nicht mehr wussten wo wir waren, außer dass es falsch war. Weg gab's auch keinen mehr. Gut, nutzte nichts, alle Mopeds mussten den ultrasteilen Waldhang hinuntergebracht werden, bis wir auf einen kleinen Bach stießen. Weg gab's noch immer keinen, allerdings schöpften wir Hoffnung auf Zivilisation, als uns ein Trupp Waldarbeiter plus dazugehörigem Knickschlepper den Bachlauf entlang entgegenkam - nun wussten wir wenigstens die Richtung die wir einzuschlagen hatten, um irgendwann wieder auf eine Strasse zu gelangen. Nach ungefähr 1 Stunde für 0,5 km erreichten wir mehr schleppend und ziehend als fahrend endlich eine Art Forstweg - wir wussten zwar immer noch nicht, wo wir uns genau befanden, aber zumindest war der Untergrund befahrbar. Zu diesem Zeitpunkt begann auch wieder das allnachmittägliche Unwetter, Gewitter plus Regen in mehr oder weniger starker Form. Wir kämpften uns zum Buhui-See vor - die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden - in strömendem Regen und Gewitter - zeitweise waren die Lacken schon so tief, dass wir glaubten, den See schon durchfahren zu haben. Nachdem wir unseren Kontrollpunkt geholt hatten fuhren wir weiter nach Anina, nach einem Tankstop ging's weiter nach Resita (30km) - von dort begann die Auffahrt nach Brebu Nou, weitere 30km auf Asphalt. _______________________________________________________________________ |
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(by KTM)
Ist zwar schon einige Zeit her, aber es war ungefähr so: Neue Ziele mussten her. Und diese Ziele waren 1. endlich wieder ein paar Punkte machen und 2. Die grobe Schotterpartie rauf auf den Muntele Mic! Zu allererst ging es runter nach Caransebes um zu tanken. Danach relativ unspektakulär aber trotzdem sehr nett durch einige Dörfer um Checkpoints zu sammeln. Unter anderem auch zur Ruine. Danach gings durch Borlova in richtung Mic. Als Auffahrt wählten wir natürlich den steilen Weg hinauf. Natürlich nicht ohne einem Fotostop bei der Bachdurchfahrt!!! Diese Auffahrt ist ein Traum! Absolute Höllenqualen für Gabelsimmeringe und Pobacken (sofern man überhaupt zum hinsetzen kommt). Teilweise sehr starke Steigung (sofern man die Abkürzungen nimmt) mit bis zu Fussballgrossen Steinen auf der "Strasse". Kann man nicht beschreiben sondern muss man einfach erlebt haben. Droben am Berg zog wiedereinmal das alltägliche Gewitter auf. Während wir also unter den wunderschönen Ruinen des Hotels "irgendwie" Gewitter und Hagel abwarteten, hatten wir etwas Zeit um uns die nette Gegend anzuschauen ;-)
Nach dem Wolkenbruch gings weiter den Berg hinauf, wobei nicht alle das restliche Stück bis zur Bergkuppe des MunteleMic antraten. Am Weg abwärts wieder zurück nach Borlova trennten wir uns auf. Simbi und Stefan beschlossen direkt den Heimweg anzutreten, Tom, Manfred, Gerald und Veigl wollten noch Cuntu und einen anderen Weg zurück zur E70 nehmen.
Tom/KTM/Dü/Veigl: Der Verbindungsweg von der Strasse Borlova-Mic hinüber zu Cuntu gehört ja meiner Meinung nach zu einer der schönsten Strecken im Enduromaniagebiet. Nach dem Punkt bei Cuntu gings weiter. Unterwegs wollten wir noch einen kleinen Abstecher machen um einen anderen Punkt zu holen. Leider (oder auch nicht :) war der Weg bis zu der Kreuzung schon sehr durch den Regen aufgeweicht, so dass wir der steilen Waldabfahrt zu dem Punkt schon etwas skeptisch gegenüberstanden. Wurscht, fahrma trotzdem. Ist auch eigentlich nicht so schlecht gegangen (meiner Meinung nach) wenn da nicht ein paar fette DR Big's im Weg gestanden währen. Man muss ja echt sagen "Hut ab" wie die Burschen die blade Sau da im Wald herumtragen. Ich hielt kurz an um zu fragen ob alles OK ist. Als Antwort kam "Ja, alles OK, machen nur kurze Rast weil's halt doch anstrengend ist". Na gut, Tom und ich fahren weiter. Unten am Ende des Waldes wurde dann ein bissl gewartrtet. Dü und Veigl kommen nicht. Also ein Stückerl zu Fuss rauf und da haben wir uns auch schon getroffen. Durch die weiteren Regenfälle isses halt auch immer schwerer geworden den Weg wieder raufzufahren deshalb haben wir entschieden dass wir uns trennen.
Tom und ich fahren unten raus zu dem Punkt. Dü und Veigl nehmen den ursprünglich geplanten Weg zurück zur E70. Treffpunkt sollte die 1. Tankstelle in Slatina Timis sein.
Tom/KTM: Zuerst gings weiter über nasse Wiesen. Nicht weiter schlimm. Dann eine Bachdurchfahrt (neben einer zusammengebrochenen Brücke) und dahinter ein 4 Meter sehr steiler Anstieg. Ich habs grad noch so gepackt, der Tom allerdings mit der doch ein bissl schwereren 620er und den glatzerten Reifen hats ned gepackt. Nach einigen Versuchen ist er halt so weit wie möglich rauf und hat sich versucht zu halten. Mit einem Tragegurt von der 380er haben wir dann Tom's Mopperl rausgeschleppt, was wir allerdings ohne der Hilfe von 2 Schafhirten nicht so schnell geschafft hätten. Währenddessen hats natürlich die ganze Zeit weitergepisst. Ebenso wie der Regen hat auch das Gemischbenzin meiner KTM die grünen saftigen Wiesen erfreut, weil's halt wieder mal ohne Seitenständer in der Weise gelegen ist. Dann gings einige Kilometer weiter. Ist normalerweise sehr nett wenn da nicht das dauernde Gefühl da währe. "Sind wir richtig?" "Geht sich's mit dem Sprit aus?" Wurde durch die Tatsache dass wir KEINE Karte mithatten nicht unbedingt erleichtert. Rein gefühlsmässig fuhren wir halt so in unsere Richtung. Eigentlich ein sehr netter "Weg". Solange bis es dann halt steiler wurde, und noch ein bissl steiler, und noch ein bissl schlammiger (wo wir halt immer wieder Tom's Gerät mit Slicks abgeschleppt hatten). Und, falls ich's noch nicht erwähnt hatte, es ist immer steiler geworden! Irgendwann hab ich mir dann gedacht …. Hmmmm … Kenn ich von wo die Gegend …. Aaaah! Plopu!! Drumm iss da so gschissn! Und weil's da dann schon so super wahr, ist mir der Benzin ausgegangen. Hab auf Reserve umgeschalten - bringt halt bei der 380er mit 13-15 Liter Verbrauch meistens ned viel. Wir sind dann aber eigentlich eh ohne gröbere Probleme aus dem Wald raus und das GPS hat uns auch schon fröhlicher gestimmt weil die Richtung zur E70 gepasst hat. Gefahren sind wir halt nur noch mehr oder weniger in Schrittempo um nur ja wenig Sprit zu verbrauchen. Auf der E70 dann Richtung Slatina Timis und bei der Tankstelle bereits ohne Motor im Ausrollen rein. Dü und Veigl waren dann auch schon da.
Habedehre. Hat uns gereicht. Wir sind dann auf direkten Weg über die Hausstrecke heim - komplett durchnässt und mit Ganzkörper-Schlammpackung. _______________________________________________________________________
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(by KTM) Simbi und ich sind mit dem Auto und Anhänger die Hausstrecke runter (ein paar mal Aufsetzen inklusive) nach Borlova um die Suzuki abzuholen, die nach einem Hinleger nicht mehr anspringen wollt und dort übernachtet hat. Anschließend noch einen kleinen Ausflug auf der E70 richtung Süden zum Porta Orientalis um dafür zu sorgen, dass das Kopfweh auf Monate hinweg gesichert ist. €4,- für 2 Liter Schnaps!! Der Rest hats am Semenic nochmal versucht und dieses Mal auch die richtige Abzweigung gefunden! Leider kann ich nix genaues über den Rest des Tages berichten _______________________________________________________________________ |
| Heimreise Heimreise genauso wie die Hinfahrt. Ohne Zwischenfälle und mit gar nicht so schlechter Zeit da wir durch ganz Ungarn Non-Stop durchgefahren sind. |
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