2004/05 - Enduromania
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- Kategorie: Geschichten
- Veröffentlicht am Sonntag, 15. Januar 2012 21:32
- Geschrieben von ktm
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und nocheinmal!! diesmal mit X-Track Einlagen-Track?
Ja, es war wiedermal soweit. Enduromania war angesagt.
Aufgrund des Feiertages sind wir heuer bereits am Freitag, also einen Tag früher angereist. Die Anreise nach Rumänien ist ja mittlerweile absolut problemlos. Der Grenzübergang bei Cenad wird gerade ausgebaut und auch Kleintransporter dürfen jetzt die Grenze dort queren.
Unterwegs waren wir mit 2 VW-T4 Bussen, einmal Bus mit Anhänger und einmal Kastenwagen.
Mit von der Partie waren: Tomml, Dü, Stefan, Wolfgang und ich (ktm).
Beim Ausladen am Samstag hats gleich mal mit Bastelstunde begonnen, da die Gabel von Stefan's XR400 gesaftelt hat. War aber relativ rasch gerichtet und ab gings in den Wald.
Am Rückweg von Lindenfeld Richtung Brebu Nou hats den Tomml aufgesemmelt und sein Kühler ging an einer Baumwurzel zu Bruch. Also erstmal blöd schauen angesagt, dann hab' ich ihn mit der 380er die restlichen 5 km durch den Wald abgeschleppt. Hat auch a Zeitl gedauert da wir öfters pauswieren mussten weil dadurch die 380er immer übergekocht ist.
Sonntags wars dann verregnet und so haben wir die Gelegenheit genutzt und sind mit dem Bus nach Oravita zum Kloster St. Anna gepilgert. Klassisches Sightseeing also.
Am Montag war wieder feinstes Endurofahren angesagt. Inklusive Hagel und Schnee am Semenic.
Wirklich interessant wurde es allerdings erst am Dienstag. Nachdem wir den ganzen Tag über brav Punkte gesammelt haben wollten wir am Nachmittag eine direkte Verbindung durch den Wald Richtung Valiug nehmen.
Naja, wie das so ist hören diese Waldwege immer nach ein paar Kilometer mitten im Wald wieder auf. Egal, kann uns nicht erschüttern, weiter Querfeldein. Ein paar Kilometer ein Bachbett entlang, dann dem Gespür nach links und rechts und wieder rechts und links usw. So lange bis wir dann endgültig nicht mehr wussten wohin weiter. Und es wurde dunkler und dunkler, später und später und das Benzin wurde weniger und weniger. Ständig Motorrad über Baumstämme heben, unter anderen durchfedeln, durch Bäche, ...
Lt. GPS hätten wir ja gar nicht mal so weit von einer Straße entfernt sein sollen. Da es mittlerweile stockdunkel war mussten wir ein besonders großes Hindernis erstmal zu Fuss erkunden.
Es hat sich dann herausgestellt dass wir direkt vor einem Abrund standen, ca. 15 Höhenmeter, danach ein altes mit ca. 1,30 M mit Schlamm gefülltes Wasserrinnsal 10 M Lang und danach ein 4 M breites, knapp 2 M tiefes Aquädukt queren mussten, wobei darin die Fließgeschwindigkeit des Wassers auf den Motorrad-niemals-wiederseh Modes gestellt war.
Also hatten wir um ca. 22:00 Uhr damit begonnen das erste Motorrad mit Spanngurten abzuseilen, um es dann zu fünft unter schwersten Anstrengungen durch den Schlamm zu ziehen wie Ägypter die Pyramidensteinblöcke, danach aus dem Schlamm wieder raus, über ein winziges Brückerl über das Wasserrinnsal, auf einer 50 cm breiten Brücke zu drehen und dann noch einige 100 Meter zu schieben.
Praktischerweise fand sich ein Einheimischer ein, welcher uns mit seiner Taschenlampe behilflich war.
Um ca. 02:30 Uhr hatten wir dann endlich alle Motorräder am unteren Ende des Hindernisses und wir machten uns auf Richtung Brebu, dazwischen noch eine Bachdurchfahrt grösseren Ausmaßes.
Inzwischen hatte auch schon das lustige Benzin hin&her Pansch Spiel begonnen das sich dann so lange fortgesetzt hat bis dem Gerald seine KLX-R endgültig Trocken war. Was Tun? Na gut, ab in den Wald damit und ein wenig Tarnen dass' keiner fladert und morgen Früh abholen.
Natürlich!!! Mitwoch Früh, nach ein paar Stunden Schlaf war der Gerald wieder dort, nur das Motorrad nicht mehr. Sergio hat gleich die Polizei alarmiert und wir sind kurz darauf alle am Tatort eingetroffen. Motorrad weg. Schleifspuren in den Wald hinein.
Einige Stunden später kam dann der Ruf vom Tom: "I habs gfunden!!!!!"
Die Diebbe haben das Motorrad ein paar KM weiter in einem Bachbett versteckt und mit Blättern und Müll abgedeckt. Kann kein normaler Mensch finden, ausser der Tom, wahrscheinlich deshalb weil er selbst auch so ein linker Agent ist wie die Fladeranten dort.
Donnerstags waren wir mit dem Fane unterwegs. Also einen Tag lang nur Endurofahren ohne sich Gedanken machen zu müssen wo man lang muss. Auch fein :-)
Am Abend wars lustig beim Lagerfeuer, für den Tomml überhaupt.
Und zwar so arg dass wir ihn am Freitag dann nicht mehr gefunden haben. Den Tomml. Ist irgendwo in der Fettn eingschlafen. Also sind wir am Freitag erst ein bissl später zum Motorradfahren gekommen.
Und dann wars auch schon wieder aus :-(

































