Granitbeisser Schrems
Oktober 2005
Am letzten Oktober Wochenende ging wieder einmal ein unglaubliches Rennen im Steinbruch Schrems über die Bühne, nicht zuletzt dank einiger mitwirkender Personen:
Starfotografin Silvija K. und Hund Noghri in Begleitung von Thomas, der auch offroad Fahrer ist, allerdings in der 1 PS (eig. 1 MS) Klasse. Thomas möchte unerkannt bleiben :-)


Gute Miene zu eiskaltem bösen Spiel – die Temperatur ging über 3-4° nicht hinaus…
Unsere Helden - Die Fahrer!
Manfred K. - Nummer 47

Thomas W. - Nummer 29

Rainer S. - Nummer 5

Startaufstellung



Es geht los!



Über Stanahaufen


Durchs Wasser



hoppala

Ui, der war zu schnell

Kleine Berge rauf und runter



Grosse Berge rauf und runter


Um die Ecken



Übern Hügel



Jetzt aber Gas



Trotzdem Zeit für den Fotografen

Opfer



Endlich sind die 6 Stunden um ...



Und die Buben können sich schon wieder an den Fotos erfreuen!

Es ist soweit, 3 Tage nach dem automatischen Einsetzen des Nervösitätsdurchfalles ist es Zeit, Moped aufladen und auf nach Schrems!
Samstag
Trainingsrunden waren soweit OK, wieder mal gefahren wie der erste Mensch, aber Gesamteindruck war sehr positiv, Strecke war äusserst nett, sogar meiner Meinung nach ein kleines bissl leichter als im Juli.
Prolog: Zeit war auf 24:20 oder so, weiss nimmer genau, für meine üblichen mieserablen Leistungen gar ned so schlecht ;-)
Abends hab' ich übrigens den besten Karpfen gegessen! GH Kaufmann, Kirchberg/Walde, Zimmer waren auch super!
Sonntag
Beim Start war ich in der 3. Reihe (von hinten natürlich), war richtig stolz auf mich.
Strecke wurde nochmal ein bissl entschärft. Beim ersten Steilhang wurde ein grosser Steinbrocken kurz vor der Kante oben rausgenommen.
1. Runde: "phuuu, i bin guat", ~ 10 Leute überholt, mich dafür nur einer.
2. Runde: na vielleicht bin ichs ein bissl scharf angegangen, nur noch einen überholt, ich dafür weiss nimmer wie oft.
3. Runde: geht ganz gut.
4. Runde: ui, die Hände werden dick, an einer vermeintlich angenehmen Stelle lass ich einen schnelleren vorbeifahren, jedoch war dort der Schlamm so tief, dass das Moped abrupt vorn eingesunken ist und ich in Haltungnote 10 in ausgestrecktem Zustand mittels Handstand vorn über abgestiegen bin.
Tanken (Sch... 380er)
5. Runde: Sturz, diesmal ein bissl gröber. Und zwar bei den grauen "Gummihügel", also die aufgeschütteten, welche 10 cm unterm Motorrad eingefedert sind. Etwas schneller über die Kuppe gekommen, dahinter runtergesprungen und genau in die neu gebildete Grube dahinter rein. Ich bin abgestiegen und mit voller Wucht auf den einzigen grossen Stein der dort ist mit der Brust drauf. Da war dann ziemlich die ganze Luft draussen, konnte nicht mal aufsteigen und mir war nur schwindlig. Zuseher und Streckenposten haben dann das Motorrad und mich (noch immer liegend) von der Strecke geschleppt. Nach ein paar Minuten gings wieder, Schwindelgefühl war vorbei und ich konnte weiterfahren.
6. Runde: Bei der letzten Abfahrt nach den 2 Steilhängen steht rechts ein grosser depperter Stein raus bei dem schon ziemlich viele gestreift haben dürften so wie der schon abgeschunden war. Wie auch immer, war ein bissl zu weit rechts und hab mit der rechten Motorseite den Stein derwischt. Resultat: 5x5mm grosses Loch im Kupplungsdeckel, alles Öl draussen. Bin dann die Runde mit trockener Kupplung noch fertig gefahren und zurück zum Auto. Deckel abgebaut, geschmirgelt, geklopft, mit 2 Komponenten Epoxy zugeschmiert. Loctite 5 Minuten Epoxy steht drauf. So ein Schmarrn. Hat eine Stunde gedauert bis es hart war!!!
Somit hat mich der Spass 1,5 Stunden gekostet.
Tanken.
7. Runde: Naja, längere Pause, somit fahr ich wieder wie der erste Mensch. Unten in der grossen Grube bei dem leichten Steilhang hauts mich auf. Ich war angfressen, so ein Schmarrn, ich glaub da ist überhaupt noch niemand anderer jemals gelegen. Na egal weiter gehts.
8. Runde: Geht so
9. Runde: Halbzeit der Runde, noch 20 Minuten bis Rennende, geht sich also aus um noch eine allerletzte Runde zu beginnen. Motorrad war schon ein bissl komisch zu fahren. Bei meiner Runde mit trockener Kupplung hats mir wohl die Belagscheiben ziemlich zusammengerieben, Kupplung war auf alle Fälle sehr eigenartig und hat erst bei ziemlich viel Drehzahl eingekuppelt. Plötzlich schepperts unterm Moped in Kombination mit lautem Geknattere. Birne runtergefallen. Eine Aufhängung der Birne ist abgerissen, bei der anderen hats anscheinend die Schraube rausvibriert. Versucht wieder zu montieren, aber nur mit den 3 Federn vorne hat das ned gscheit gehalten. Somit Rennabbruch.
War eh froh :-)
Waren also 8 Runden, jetzt könnte man spekulieren und sagen dass durch die Reparatur der Kupplung bzw. des Auspuffs 4 (wenn ned 5) Runden mehr drinnen gewesen wären. Dagegen spricht allerdings dass mir dann das Benzin ausgegangen wäre. Kraft sowieso.
Fazit
Ein spitzenleiwandes Rennen mit toller Strecke. Super Organisation!