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2006/07 Enduromania 2006

Wir sind zurück aus Rumänien.

Eine Woche strahlender Sonnenschein (hatten wir überhaupt noch nie).

 

Schauts euch die Bilder an, weiter unten gibt’s den ganz ganz genauen Bericht.

Mit von der Partie waren:

ktm, simbi, Dü, Max, Stefan T., Mike O., Hund Noghri. Wohnen werden wir wieder im "Jazzclub" - eigenes Haus mit Hof (siehe Bericht 2003).

Abfahrt in Arbesthal

 

Wilkommen in Rumänien!

 

Schlaglochslalom & aufgerüttelte Spanngurte

 

Mopedgarage

 Muntele Mic

 Max versinkt im Gatsch

 

 Mopedtragen

 

Stärkung

 Auffahrt zum Tarcu

 

Stärkung (schon wieder):

  Irgendwo im Wald:

 

Sub Margina Top

 

Das dreckige Dutzend
(oder Ratespiel: in welcher Reihenfolge sind sie gefahren ;-))

Prost!

 Bergung von Mike - man beachte die Schleifspur nach links aussen ;-)

 

Simbi & Max - scho wieder sovü Gatsch *sudder*

 

Dü souveräner

Gruppenfoto

 

 

Auffahrt aus Lindenfeld - ktm

 

 und - wer sein Moped liebt (oder gackt *g*) der geht den letzten Steilhang zu Fuß ;-))

 ktm & dü bei einer Wasserdurchfahrt

 

 Cozia Gipfel

 

dü: was'n nu los?

 

"Jazzclub - neu"

 

 

 

 Fahrerlager

 leben wie ein junger Hund...

 Brebu Nou

 

 Auf wiedersehen und gute Fahrt:

 

Rumänien 2006

Brebu Nou

 

Samstag, 1. Juli 2006

Dieses Mal beschlossen wir im Juli nach Rumänien zu fahren, nachdem wir die letzten zwei Mal im Mai entweder Dauerregen hatten und letztes Jahr sogar Schneefall und ca. 5°C - sogar auf dem Zimmer…

 

Heuer waren wir „gscheiter“, wir würden in strahlendem Sonnenschein auf meist trockenem Untergrund fahren – glaubten wir :-)

 

Am Samstag trafen wir uns um 8:00 an der Raststation Arbesthal-Göttlesbrunn. Alle waren pünktlich und nach einem kurzen Frühstück (manche Kipferl und Kaffee, manche Gulaschsuppe und Bier) machten wir uns um 9:00 auf den Weg Richtung Osten. Um 10:00 waren wir in Györ, um 11:00 in Budapest. Da fing es auch schon an zu schütten und auf Grund eines Unfalles kamen wir in einen kurzen Stau. 100 Kilometer vor Szeged war unsere Freude groß als die Autobahn bis Szeged verlängert worden war!

 

Um 15:00 erreichten wir die ungarisch/rumänische Grenze Cenad, auf Grund der Zeitverschiebung war es gleich 16:00. Dann ging wie immer das Mühsal los, keine Autobahn mehr, Schlaglöcher, Pferdefuhrwerke und Dacias vor uns erschwerten uns das Leben und wir erreichten um 19:00 Resita, und kurz vor 20:00 unser Quartier in Brebu Nou.

 

Der Stopp kurz vorher beim Bankomaten war überraschend, als plötzlich statt der erwarteten neuen 200 Loi 200.000 „alte Lappen“ - Lei hinaus kamen – scheinbar gibt’s noch nicht genügend neuer Scheine und die alten gelten noch.

 

Unsere Enttäuschung war groß, als wir sahen dass unser Quartier, welches im letzten Jahr noch ein uriges altes Haus mit großem Innenhof und alten Scheunen war plötzlich umgebaut und renoviert wurde, die Scheune nicht mehr da war und wir uns die Unterkunft mit deutschen Kollegen teilen mussten…

 

Trotzdem ließen wir es uns gut gehen, Max und Mike gönnten sich noch ein Abendessen (irgendeine Art Gulasch mit Spätzle) und wir alle ein paar Biere und ein zwei Kännchen Schnaps und gegen halb eins gingen wir dann schlafen.

 

Aja, das Wetter war übrigens besch…, Sergio erklärte uns dass es die letzten zwei Wochen tropische Temperaturen mit bis zu 40° hatte, seit gestern schüttete es jeden Tag.

 

 

Sonntag, 2. Juli 2006

Heute war unser erster Fahrtag. Es schüttete schon bevor wir aufgestanden waren – wir rafften uns trotzdem irgendwann auf und nach dem Frühstück versuchten wir, relativ zeitig weg zu kommen – das gelang uns allerdings aufgrund diverser Umbau- und Reparaturarbeiten erst gegen halb elf Uhr.

 

Zum Einfahren nahmen den Weg zu den drei Kreuzen rauf, es galt kleine Auffahrten und viel Wiesenwege zu überwinden – das erschien uns für den ersten Tag genug. Aufgrund des vielen Regens war es sehr schlammig und die Wiesen nass – also trotzdem eine Herausforderung.

 

Mike war das allererste Mal offroad unterwegs (Honda XL 350), dafür hatte er sich gleich Rumänien im Regen ausgesucht (warum sollte es ihm besser gehen als mir das erste Mal ;-)). Dementsprechend verzweifelt war er schon nach kürzester Zeit und brach ab und fuhr nach Hause. So ging’s aber nicht und unser ganzes Team fuhr zum Quartier um ihn wieder abzuholen. Nach einem Bier und kurzer Überredung warf er sich in seine Kluft und wir fuhren wieder los.

 

Wir stießen wieder auf einigen Hirtenhunde, die ihre Aufgabe ernst nahmen und uns laut bellend zur ihrer Herde treiben wollten. Außerdem tauschten wir kreuz und quer unsere Motorräder um alle auszuprobieren.

 

Unterwegs sprang ich einmal ungewollt von meiner DR, als diese in einer gatschigen Spurrille in eine andere Richtung abzog als ich erwartete und prellte mir ordentlich die Rippen. Kurz vor unserem Heimweg legte Mike einen Stunt mit Haltungsnote 1 ein, er kam in einer tiefen Spurrille ins Schleudern, das Hinterrad war plötzlich in einer anderen Spur als das Vorderrad und nach dreimaligem Hin- und Herhüpfen blieb das Vorderrad in einem Gatschaufen stecken und Mike sprang über sein Krad. Zusammen flogen sie über die Wiese, Mike rammte sich die Lenkstange in die Rippen und verstauchte sich sein Handgelenk. Das war das Zeichen für ihn es für heute sein zu lassen.

 

An diesem Tag schafften Max, Mike und ich 38 Kilometer, Manfred, Gerald und Stefan 78 Kilometer – sie machten noch einen Abstecher nach Lindenfeld nachdem wir uns entschieden hatten, das Fahren des heutigen Tages wegen Erschöpfung abzubrechen.

 

KTM - Extrarunde:

Stefan, Gerald und ich haben uns dazu entschlossen noch gschwind eine kleine Extrarunde zu drehen. Brebu -> Zagoru -> Lindenfeld -> Brebu

War ja wirklich sehr nett. Die Abfahrt von Brebu nach Zagoru war durch den ganzen Regen extrem ausgewaschen, vor allem die letzten 200 Meter (siehe Bilder).

Auf der gegenüberliegenden Seite ging’s wieder dem Bachbett entlang und dann eine knackige Auffahrt rauf die ich nicht bravourös gemeistert hab, der Gerald auch nicht, nur der Stefan hat uns da wie die deppaten Schuljungen stehen lassen.

Danach ging’s fein den Bergkamm entlang und danach kam eine Abfahrt über große nasse (Regen) Steine wieder runter. War anstrengend, aber nicht wirklich ein Problem.

Die restliche Runde war fein wie immer. Leider etwas schlammig aber sehr fein.

 

In der Küche gab es Schwammerlsuppe, Salate und kleine Krautrouladen mit Polenta. War superlecker.

 

 

Montag, 03. Juli 2006

Heute blieb die DR 350 in der Garage, ich wollte mit der WR fahren. Mike blieb auch daheim, da ihm noch alles weh tat von seinem Sturz. Das Wetter sah fein aus, wenn auch windig und noch etwas kühl schien wenigstens die Sonne.

 

Strecke:

Dreikreuzberg (schon wieder), Rinderhöhe über Wiesen und Wald nach Matau, weiter nach wos was i. Von dort aus fuhren wir den „Weg“ den wir schon vom letzen Jahr kannten durch Sumpfgebiete und schlammigen Wald nach Armenis Top, wieder rauf auf das Hochplateau nach Teregova Top, runter nach Teregova.

 

Bei Teregova trennten wir uns, ktm, Dü und Stefan nahmen den Weg über Luncavita, Max und ich fuhren eine „rote“ Straße nach Brebu Nou. Wir freuten uns nach dem anstrengenden Tag auf Asphalt – die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer, 20m nach dem Ort war es aus mit Asphalt, die Straße wurde immer schlechter, schmäler, holpriger und steinbrockenüberhäufter, bis es schließlich zu einer grauslichen, schlammigen und überfluteten Spurrillenpartie wurde. Nach einer Stunde (für 20 km) erreichten wir Brebu Nou.

 

KTM:

Luncavita war ein Flop, die Tankstelle hatte kein Benzin, also wieder zurück über Teregova auf die E70 zum Tanken -> eh schon zu spät, also gleich noch 2 Liter Cola beim Wirten gekippt und die gleiche Strasse wie Simbi und Max zurück nach Brebu (aber in 25 Minuten).

 

Das heutige Angebot zum Nachtmahl: klare, würzige Gemüse/Tomatensuppe, Nudelsalat und so eine Art faschierter Braten mit Schwammerlragout und kleine Knödel.

 

 

Dienstag, 04. Juli 2006

Heute waren wieder alle fahrbereit und wir beschlossen auf den Muntele Mic zu fahren. Die Strecke dort hin ist recht weit und fad (zuerst ca. 20 km auf der Hauptverbindungsstrasse zwischen Brebu Nou und der B70 bis Slatina Timis – trotzdem für Autos fast unfahrbar, und dann 30 km auf der Bundesstraße bis Caransebes und Borlova). Max, Mike und ich nahmen zwecks Kraftersparnis die Straße, ktm, Dü und Stefan fuhren über Zagoru (miese ausgewaschene Abfahrt), einem GPS Punkt im Wald über Poiana de Mar und Buchin nach Caransebes.

 

In Caransebes trafen wir uns an unserer Stammtankstelle und fuhren gemeinsam weiter. Kurz nach Borlova trennten wir uns erneut, Stefan, Max und Mike nahmen die „Autobahn“ auf den Muntele Mic, ktm, Gerald und ich wagten den steilen steinigen Weg. Oben angekommen holten wir uns den Punkt und wurden mit einer herrlichen Aussicht von dem 1800m hohen Berg belohnt.

 

Mike, Max und ich waren zu erschöpft für weitere Anstrengungen und nahmen die „Autobahn“ retour nach Borlova, wo wir beim „Zacharias“ (Enduromaniacamp in Borlova) auf die anderen warteten. Wir tauschten Mopeds, ich fuhr mit der Honda XL 350, Mike mit der Husqvarna und Max mit der 380er KTM.

 

KTM:

Stefan, Gerald und ich haben uns abgesondert und sind noch Richtung Cuntu aufgebrochen. Da geht’s zuerst über Wiesen und Wald teilweise über Steine, ganz nett dahin bis Cuntu. Dort hab ich zu den Burschen gesagt, „wartet’s da, bin gleich wieder da. Wenn ich in einer Stunde nicht wieder da bin müsst mir leider nachfahren“. Gleich hinterm Haus geht’s rauf auf den Tarcu.

 

Steine, Steine, Steine, Steine und dazwischen noch ein paar andere Steine. Bunt durchgemischt mit Felsen und Geröll. 100%ig ohne einer einzigen Abkürzung. Da gibt’s ja anscheinend immer wieder welche die die leichten Umfahrungen um den Geröllweg herum nehmen.

 

10 Minuten rauf, 10 Minuten oben deppat den Punkt gesucht, 10 Minuten (mit Fotostopps) wieder runter. Treffpunkt Zacharias.

 

Beim Zacharias trafen wir auf drei Deutsche, die auch Enduromaniateilnehmer waren. Zu unserer Verwunderung zeigten sie sich nicht begeistert von der Küche unseres Quartiers und bevorzugten rumänische Pizza & Pasta :-)

 

Als die drei „Hardcorebiker“ endlich ankamen, war es 18:00, Max, Mike und ich hatten schon Biere getrunken und wir schauten dass wir auf dem schnellsten Weg nach Brebu Nou kamen. An diesem Tag schafften wir 180km. Das Wetter war superschön, sonnig, windstill und warm :-)

 

In der Küche gab es heute Grießnockerlsuppe, Kraut/Karottensalat, Kartoffel/Gemüse/Mayonnaisesalat und einen herrlichen Schweinsbraten mit Kartoffeln (die mit dem Schweinsbraten gegart wurden *mmh*) mit uurviel Knoblauch.

 

Heute war das Fußball-WM Viertelfinale Deutschland/Italien. Unsere deutschen Freunde zeigten große Nervosität, besetzten den Speiseraum schon eine Stunde vorher und drehten das TV auf volle Lautstärke - obwohl’s ja rumänisch war *g*. Auf unsere Missfallensäußerungen (wir saßen immerhin noch speisend neben dem TV) keifte uns einer an mit den Worten: „Das glaub ich dass ihr Ösis das nicht gerne seht, ihr könnt ja rausgehen wenn euch was nicht passt“

 

Wir haben es dann sehr lustig gefunden, dass Italien 2:0 gewonnen hat. Die Nervösen verschwanden nach dem Match ganz leise und unauffällig in ihren Schlafstätten :-)

 

 

Mittwoch, 05. Juli 2006

Heute machten Max, Mike und ich einen Ruhetag. Anfangs schien es mir, als wollten sich die anderen auch anhängen, da um 13:00 noch immer alle da waren und keine Anstalten machten sich zu bewegen. Irgendwann nach Mittag brachen ktm, Dü und Stefan dann doch auf :-)

 

Ich machte mich mit dem Mountainbike auf zum nahen See, Hund Noghri kam mit mir. Das Wasser war huschi (Brebu Nou liegt auf ca. 800m), das Wetter hielt auch nur kurz, schwarze Wolken zogen auf und gegen 15:00 verschwand ich Richtung Quartier. Dort lagen Max und Mike in den Federn und schnarchten - endlich Zeit Berichte zu tippen :-)

 

Ktm-Strecke:

Stefan, Gerald und ich sind aufgebrochen zuerst um den Trei Ape Stausee herum Richtung zu einer alten zerfallenen Holzhütte wo wir schon mal vor Jahren nach stundenlangem Irren im Wald raus gekommen sind. Dort geht’s durch den Bach anfangs über Steinstufen steil den Berg durch den Wald hinauf. Ein bissl verkoffern, umdrehen, links, rechts, gatschherumzahen, fluchen starten, … wieder auf einen befestigten Weg, danach ein „ich kann mich erinnern – folgt mir ich kenne den Weg“, keiner glaubt’s mir, natürlich hat’s gestimmt ;-)

 

Poiana Radcoasa hat der Punkt geheißen, danach weiter nach Verendin Top. Runter auf die E70 zum Tanken, dann die neue Raiffeisen Bank in Teregova mit Fernseher im Bankomaten bewundert. Rauf auf einen neuen Punkt von dem ich nimmer weiß wie er heißt und über die Hügel entlang wieder zurück Richtung Brebu.

 

Nachtmahl:

Karfiolsuppe, Nudelsalat, Majo-Gemüsesalat, Kalbsgulasch mit Pürree und selbstgemachte Krapfen (nicht die von der Noghri)

 

Donnerstag, 06. Juli 2006

Das Wetter heute war wieder ganz toll, sonnig und warm.

Wir wollten etwas weiter fahren, bis Wittmanns Hütte (auch ein Enduromania Camp, geführt von einem Rentnerehepaar, er ist Deutscher und war Sportlehrer und sie Rumänin) und dort in der Gegend die Punkte einsammeln. Mike und Max nahmen die Straße bis Slatina Timis, Manfred, Gerald, Stefan und ich fuhren die direkte Verbindung durch den Wald (supersteil und ausgewaschener Waldweg).

 

In Slatina Timis trafen wir an einer Tankstelle auf Max und Mike. Den weiteren Weg fuhren wir auf der E70 Richtung Süden bis Rusca. Von dort auf zu Wittmanns Hütte wo wir rasteten. Die drei Hardcorebiker nahmen noch schnell den Punkt am Coziagipfel, die drei Weicheier (Max, Mike und ich) warteten derweil in Wittmanns Hütte.

Dann trennten wir uns wieder und fuhren auf der E70 Richtung Norden bis Armenis, dort Richtung Plopu auf Schotter/Forststraßen. Beim Punkt trafen wir auf die anderen, die den direkten Weg über die zwei Täler und Hügel dazwischen genommen hatten.

Dann trennten wir uns abermals, da wir drei erschöpft waren und heim wollten, die anderen holten noch 2 Punkte irgendwo.

 

KTM-Strecke:

Vom Punkt in Plopu wollten wir noch den Punkt Dorca anfahren. Fahrerisch nicht schwierig, allerdings haben wir im hohen Gras einige Zeit gebraucht bis wir die richtige Einfahrt zu dem schmalen Pfad gefunden haben.

Danach gings einer sehr netten Trasse entlang bis zum Punkt Sub Margina Top von dem aus man eine äusserst nette Aussicht hat.

 

Heute gab’s in der Küche Gemüsesuppe, Krautsalat, Mayo-Bohnensalat, Rouladen (sehr lecker gefüllt) mit Gemüsereis.

 

Obwohl’s sehr g’schmackig war, ließen sich Manfred und Mike das Essen (bzw. die anschließenden 4 oder 5 Kännchen Schnaps) noch einmal durch den Kopf gehen …:-)

 

 

Freitag, 07. Juli 2006

Heute war der letzte Fahrtag, wir mussten die Punktezettel bis 14:00 abgeben. Max und Mike schwächelten vom Vorabend, deshalb fuhren wir zu viert los. Wir holten die Punkte in Brebu Top (den wir leider nicht gefunden haben) und Lindenfeld.

 

Die Strecke dorthin ging über Wiesen und Forststraßen, die gottseidank aufgrund des herrlichen warmen Wetters ganz aufgetrocknet waren. Dann gings durch ein langes Waldstück, das zuerst sehr steil über Wurzeln und Steine bergab ging, dann eine Zeit eben dahin, dann wieder über Wurzeln, Steine und ausgefahrene Rillen bergauf. Dann gings entlang eines Wiesenweges bis nach Lindenfeld und über eine sehr steile, grobsteinige Abfahrt hinein ins Dorf. In Lindenfeld ist zur Zeit nur noch ein Haus bewohnt, entsprechend gibt es null Infrastruktur :-)

 

Punkt geholt, wieder den gleichen Weg heim, steile, steinige Waldstücke bergab und wieder bergauf und über die Wiesen, nur kurzfristig aufgehalten von einer Kuhherde, wieder nach Brebu Nou.

 

Am Nachmittag packten wir unsere Sachen ein, ließen die Mopeds von einem Arbeiter am Hof waschen, der sich dazu um jeweils 2.-€ aufgedrängt hatte – das ganze untermalt von rumänischer Volksmusik die aus zwei Boxen dröhnte, die am Hausfenster außen aufgestellt wurden :-)

 

Heute gab’s in der Küche gaaaaanz leckeren Schweinsbraten mit Kartoffeln, Salate und Nudelsuppe.

 

Anschließend war die Siegerehrung und Verabschiedung.

Wir haben den 9ten Platz erreicht!

(von 26 Teams)

 

Freitag, 08. Juli 2006

Heute war Heimreise. Wir schafften es, um ca. 10:00 aufzubrechen, das Wetter war schön und sonnig und so kamen wir gut voran.

Auf der Grenze Cenad (Rumänien/Ungarn) wurden wir von einem Zöllner gefilzt, zuerst meckerte er - zu Recht - dass unsere Vignetten abgelaufen waren. Die gelten in Rumänien nämlich nur 6 Tage, ansonsten hätten wir uns eine Jahresvignette kaufen müssen. Die 6 Tage gingen sich von Samstag auf Samstag nicht aus und so stellten wir uns blöd und unverständig, als er meinte von uns 130.-€ Strafe haben zu wollen (die Wochenvignette kostete ca. 6.-€). Gottseidank waren wir alle solidarisch hartnäckig blöd, und so ließ er uns laufen.

Dann fragte ein anderer, ob wir was zu verzollen hätten, Alkohol, Bier etc, wir natürlich, neinnein, nichts dergleichen. Der hat blöd gschaut, als er in unserem Kofferraum noch 2 Paletten Schwechater sah, ließ sich aber schnell überzeugen, dass das kein rumänisches Produkt sei. Noch einer mäkelte dann über unser Benzin, dass wir noch in den Kanistern hätten - im Endeffekt kamen wir aber alle ohne Strafe über die Grenze.

Aufgrund der Zeitumstellung und der gewonnenen Stunde waren wir um ca. 18:00 daheim.