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2007/05 Ausflug in die Puzta zum Gabor

Auch dieses Jahr fuhren wir wieder nach Ungarn...

Ungarnausfahrt 2007 - 17. - 20. Mai

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Unser Cheforganisator Gabor schafft es immer wieder mit oder trotz seines Insiderwisses (Autobahnvignetten vorab via Internet gekauft), detailierteste Routenplanung auf excel-Tabellen, animierenden Freizeitbeschäftigungen und Sehenswürdigkeiten, die Strecke auch immer an den allerbesten Wirten vorbeiführen zu lassen ! :-)

Die Vollzeit-Teilnehmer: Bertie, Max, Franz, Gitti, Robert, Gabor und Klaudija trafen sich vorab zur Routenbesprechung (wobei die ganze Arbeit beim Gabor lag und wir lediglich: „super, Gabor, so machen wir’s“ beigetragen haben) beim Heurigen in Strebersdorf.

Der Termin war schon länger fixiert, das verlängerte Wochenende um Christi-Himmerlfahrt. Franzes Motorrad hat in letzter Sekunde nimmer wollen, so sind er und Gitti einfach mit dem Auto mitgefahren. Es begleiteten uns noch einige Bekannte, die sich jedoch am 2. Tag bereits wieder Richtung Heimat verabschiedeten und somit ihr Recht verwirkten, hier namentlich erwähnt zu werden ;-)

Treffpunkt war die A4 Station Göttlesbrunn am Mi den 16.5. um 17:00. Bertie und Klaudija trafen sich bereits bei der SCS, um den weiten Weg nach Göttlesbrunn gemeinsam zu bestreiten, aber nicht bevor sie ihre unglaublich vielseitigen neuen Tankrucksäcke vom Billigdiscounter bewundernd erforschten und das eine oder andere Detail neu entdeckten. Ok ok. genug von den Tankrucksäcken, das versteht nur wen’s betrifft, gell Bertie ;-)

Für den ersten Tag hieß es Meter machen und so fuhren wir über Autobahn und Schnellstrasse nach Tök. Dort checkten wir im Quartier „Patkó Csárda“, einem kleinen Bungalowdorf, ein. Ein paar Ortschaften weiter wurden wir mit einem exzellenten Kesselgulasch am offenen Feuer von Gabors Frau begrüßt. Gleich nach dem Kesselgulaschgeschmause flüchteten wir jedoch ins Haus, wo bereits der Ofen angeheizt wurde: draussen war es inzwischen sooooooooooo eisig geworden, man konnte kaum mehr seine kalte Bierdose halten.

Am nächsten Morgen ging es – früher als gedacht (es wurden bereits morgens um 5 Uhr der Rasenmäher ang’rissen) weiter nach Dunaújváros auf die Fähre über die Donau. Hier war ein kleines Service an der superverdreckten KLE fällig (Danke Max! und inzwischen ist sie auch ganz super sauber ! :-) Weiter führte unsere Route „zufällig“ an einer ganz idyllisch gelegenen Csarda in Bugac vorbei. Eine kleine Warnung am Rande: wenn man hier „Paprika“ bestellt, bekommt man teuflisch scharfes, kleingehacktes Etwas, was bei uns „Chili“ heisst.

Am Abend des 2. Tages (Donnerstag) trafen wir dann in Tiszörvény ein, wo wir bei Gulyás Kálmán (das ist ein Name, für die Unwissenden ;-)) Quartier bezogen. Ein Einfamilienhaus, wo gekühlte Biere immer vorrätig waren und ein super Frühstücksservice keine Wünsche offen ließ. Die Ortschaft war trotz ihrer Winzigkeit mit vielen Wirten und Pensionen bestückt, da es sehr viele Toursiten gibt. Aber harmlose: größtenteils Fischer- und Zoologiefreaks, da Tiszörvény/Tiszafüred direkt am wunderschönen Naturschutzgebiet des Theiß/Tisza-Stausees liegt.

An unserem 3. Tag (Freitag) wäre zwar die Erforschung des Nationalparkes geplant, da das Wetter aber umgeschlagen hat und es plötzlich wieder sehr kalt und windig war beschlossen wir, einen Ausflug in ein Gestüt inkl. Kutschenfahrt durch die Puszta und traditioneller Reitshow zu machen. Gute Idee ;-)... Die Hinfahrt war ein Drama (ok ok vielleicht nur für Greenhorns wie mich) Regen ohne Ende und Seitenwind das ärger kaum mehr ´gangen wäre. Am Gestüt wärmten wir uns kurz in einer Csarda auf, aber auf den Kutschen - eng zusammengekuschelt – pfeift der Wind durch die Puszta und da kühlt man nochmal ziemlich aus (überhaupt wenn das Gewand feucht ist). Nach der Reitshow auf weiter Steppe, konnte man selber mal aufsitzen und im Kreis geführt werden.

Danach ging die holprige Fahrt weiter an Büffeln vorbei und später an Wollschweinen (dachte aus der Ferne es seien Schafe und hab mich schon gefreut,:-( Wieder am Gestüt eingetroffen, beschlossen wir uns in der Therme Hungarospa (Hajdúszobosló) wieder aufzuwärmen, was wir dann auch taten. Wieder zurück in Tiszörvény liessen wir den Tag bei diversen Köstlichkeiten wie Kieselsteinsuppe mit original Kieselstein, Schnitzel in Knoblauch-Spezialpanier *sabber* und den obligatorischen Topfenpalatschinken (die mussten immer noch sein) ausklingen. Einige Barack halfen uns die unglaubliche Menge an Speisen besser zu bewältigen.

Am 4. Tag (Samstag) war der Wettergott uns hold. Milde, sonnige Aussichten! Schnell organisierte Gabor 2 Elektroboote für nachmittags bei unserem Zimmerwirt. Zuvor wollten wir Teile des Nationalparkes zu Fuß erkunden. Wir spazierten durch urzeitliche Wälder, erklommen Aussichtstürme und rasteten an einem verlassenen Bootssteg. Anschließend übernahmen wir „unsere“ Boote und fuhren durch die verwinkelten Flussgasserln und genossen abermals die Natur. Nach einer Rast in einem Restaurant, das direkt am Fluss liegt und einen eigenen Anlegplatz hat, fuhren wir im beginnenden Abendrot zurück in den „Hafen“. Dort motivierten uns Festzelt, urtümliche Musik und die beginnende Wehmut der Abreise am nächsten Tag zum Genuß von 1 maximal 2 Bierchen ;-) (siehe: Robert tanzt) .....

Am Sonntag genossen wir noch einmal das üppige Frühstück und planten am Rückweg über Budapest zu fahren. Wir trennten uns zeitweilig von unseren autofahrenden Freunden, die sich den Großstadtverkehr nicht aussetzen wollten. Später wollten wir uns in einem Restaurant in Bag treffen, dass wir schon fast als unser Stammlokal auf Ungarnreisen bezeichnen könnten.

Wir Moppedierer sind also nach Budapest gefahren, so und jetzt wirds peinlich: es ist einfach schon zu lange her, da muss ich jetzt nochmal den Gabor befragen. Ich glaube wir waren auf der Pest-Seite auf einem Aussichtsplatz, dessen Namen ich nicht mehr weiß, von wo aus man die Fischerbastei sehen konnte..... *grübel* aijaijaij.... sche war’s auf jeden Fall! Dannach trafen wir wie geplant die Freunde zum Mittagessen.

Unsere Heimreise führte uns noch durch Gödöllo (wo ja die Sisi und der Graf Andrassy ;-) ;-) ... *räusper, nein ich schaue mir natürlich keine Sissi-Filme an!*) (Ich kann zwar schon mitsprechen, aber ich auch nicht *g* Anm. d. Red.)

Zum Abschluss pausierten wir noch ein letztes Mal kurz vorm Grenzübergang Nickelsdorf und beschlossen, a) jetzt unbedingt wieder ein bissi abzunehmen (und schlürften Eiskaffe mit doppelt Obers dazu ;-) und b) den Gabor für einen weiteren Ungarnausflug im nächsten Jahr zu verpflichten !

zur Info: Nachdem unsere Reise doch schon ein paar Monde her ist, musste ich mir z.B. von dieser Website bei der Recherche helfen lassen:

Info über die Puzta und den Theiß See

Und hier die Fotos:

Kesselgulasch

kleines Service 

feurig scharf

Willkommensdrink

künstl. wertvolles Bild vom "Heimwanken"

unser Fuhrpark

unsere Pusztakutsche

Roberts Nothaube

tollkühner Reiter in der Reitshow

das seltsame Verhalten der Pusztapferde

Rinderhirte

fröstelnde Bertie

Rinderkutsche

vermeintliche Schafe

unsere Kutschen

Kieselsteinsuppe

Nationalparkplan

Wälder

Brücken

Bertie entspannt

heisse Verfolgungsjagd mit 5 PS

Wasserstraßenschilder

Na denn Pröst!

Sonnenuntergang im Hafen

in Budapest

 pfoo - da bin ja ich!

Abfahrt von der letzten Csarda