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2006/05 2ter FG Wandertag

Unser 2. Freaksgarden Wandertag führte uns von St. Aegyd/aN auf den Gippel und wieder runter nach Kernhof.

Wanderung auf den Gippel
Samstag, 20. Mai 2006

Nachdem wir letztes Jahr im Mai unseren ersten internen Freaksgarden-Wandertag (Bärenschützklamm und Teichalm) veranstaltet haben und dieser ein großer Erfolg war, haben wir uns nun entschlossen uns mindestens einmal jährlich zu einer Wanderung zu treffen und diese somit zu einem traditionellen Ereignis zu machen.

Diesmal waren mit von der Partie:
ktm
Simbi
Helena
Klaudl
Tom
Berti
Max

& Hund Noghri

Die gesamte Route war nicht länger als 14,5 km. Das klingt jetzt zwar sehr wenig, aufgrund der miesen Bedingungen (Überquerung von noch vorhandenen Schneebrettern, „Winzigstvollerschlammgamssteigen“) war diese Distanz dennoch eine große Herausforderung an uns alle.

Der Ausgangspunkt war der Zögernitzhof in St. Aegyd am Neuwald wo wir eines unserer Fahrzeuge parkten. Das andere stellten wir nach Kerndorf, wo wir die Wanderung beenden wollten. Die gesamte Fahrt von daheim an schüttete es in Strömen, der Regen wurde jedoch immer weniger und bei Wanderungsbeginn hörte er schließlich auf – den ganzen Tag hatten wir Glück und das Wetter blieb, wenn auch sehr windig, trotzdem schön.

Der Anstieg war alles in allem sehr nett, begann als Waldweg in gleich bleibender Steigung, wurde zusehends steiniger und endete kurz vor dem Hochplateau um Gippel und Göller in einer sehr steilen Schneebrett Durchquerung.

Als wir das Hochplateau erreichten wurden die Wege wieder angenehmer, breiter und der übrige Schnee konnte leicht umgangen werden. Wir erklommen den Gipfel zum Gippel und verbrauchten während einer kurzen Rast alle unsere Vorräte, da ja die Einkehr zur nächsten Hütte (Hofalmhütte) in Sicht und der Weg dorthin nur noch „ein Hupfer“ war.
Wir sollten uns täuschen…

Guter Dinge stiegen wir vom Gippel ab, querten diesen am Südhang Richtung Hofalm über eine sehr mühsame und lange „Schotterrutsche“, die schließlich wieder in einem großen Schneebrett auf dem wir noch dazu steil bergauf kraxeln mussten, endete.

Auf dem ganzen Pfad scherzten wir schon über die Runden, die in der Hütte bezahlt werden müssten, denn einer nach dem anderen von uns rutschte aus und landete auf seinem Hintern. Kurz vor dem oben erwähnten Schneebrett kam Max zu Fall, da er aber an diesem Tag schon Übung darin hatte, war es für uns nichts Spektakuläres. Er rutschte das Schneebrett hinunter, „sprang“ dann jedoch, als der Schnee aus war, wie über eine Schanze darüber hinaus und rutschte am Schotter weiter. Er wurde immer schneller, fand keinen Halt, und zu guter Letzt rutschte ihm noch seine Trinkflasche aus dem Rucksack, die mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit und lautem Poltern in den Tiefen des Hanges verschwand.

Gott sei dank konnte sich Max zum Stillstand bringen, außer dem Verlust seiner Flasche und einigen Kratzern an Fingern und Ellbogen hatte er keine Verletzungen erlitten. Auch seine Haltungsnote war perfekt, er blieb sitzen bis zuletzt :-)

Mit dem Schock in den Knochen gingen wir den markierten Pfad weiter Richtung Hofalm. Als wir das nächste Plateau erreichten von dem aus die Hofalm umquert werden musste war es inzwischen 16:00 und wir hatten 6 Stunden strengster Wanderung hinter uns. Da kam uns ein Richtungspfeil bergab nach Kernhof wie die Einladung ins Paradies vor.

Wir hatten alle keine Energie mehr und so beschlossen wir die Hofalm sein zu lassen (zudem niemand von uns den Weg dorthin kannte und wir nicht wussten, ob es mit der Beschaffenheit der Pfade so weitergehen würde wie bisher) und den Abstieg ins Tal zu beginnen.

Dieser erwies sich als letzte Herausforderung des Tages, steil ging’s bergab, der Weg war das erste Drittel ein „Gamspfad“ voller Schlamm und umgestürzter Bäume – so schlugen wir uns mehr schlecht als recht durch das Dickicht und kamen schließlich kurz vor 17:00 an einen geschotterten Forstweg. Auf diesem kamen wir – dem verdursten nahe – an einer Quelle vorbei. Kurz nach 18:00 erreichten wir endlich Kernhof und fielen total verdreckt, zerschunden und am Ende unserer Kräfte im ersten Wirtshaus ein, das wir finden konnten, dem Gasthaus Gnedt. Dort wurden wir für unsere Anstrengungen entlohnt: Das Essen war ganz vorzüglich und es gab 5 verschiedene Hirterbiere vom Fass.

© simbi