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2008/06 Trip durch Südengland

Manfred war so nett, mir heuer zu meinem "29k-ten" - Geburtstag einen Trip durch Südengland zu schenken - hier der Bericht + haufenweise Fotos!

 

Wir flogen mit Sky Europe um 120.- € (2 Personen, hin und retour) von Bratislava nach London Luton. Nachdem die Bahnfahrt immer teuer war, entschloßen wir uns, mit dem Bus in die Stadt zu fahren, wenn's so weit war - aber zuerst zum Autoverleih unseren Renault Clio abholen - 1200ccm und 75PS - die kleinste Preisklasse - aber für uns zu zweit sollte es reichen, vorallem weil Manfred glaubte, im Linksverkehr würde er eh eher gesittet unterwegs sein.

Flug ging um 7:00 von Bratislava ab, zwei Stunden später landeten wir in England und aufgrund der Zeitverschiebung war es auch erst 8:00. Wir holten uns das Mietauto ab und los ging's Richtung Südwesten - Stonehenge war unser erstes Ziel.

Manfred jammerte anfangs recht intensiv aufgrund des Linksverkehrs, der Angaben in Meilen anstatt Kilometer, des Handschaltgetriebes (Automatik haben wir uns aufgrund des dreifach hohen Preises nicht geleistet - jaja, die denken wohl die Touris trauen sich keine manuelle Schaltung zu, aber nicht mit uns ;-)), ich jammerte, da ich Angst hatte um mein Leben, da Manfred immer ziemlich weit am linken Rand (an)fuhr, wo ja ich saß und nicht er, aber schon am nächsten Tag sollten sich diese anfänglichen Unpäßlichkeiten gelegt haben und ich mußte ihn pausenlos an die Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverbote erinnern (da er scheinbar von den Schildern links zuweit entfernt saß;-)).

In Stonehenge angekommen: 6,50 in Pfund, entspricht momentan ca. 8,20 € pro Person für einen Haufen Steine durch die man, wenn man langsam geht, in bestenfalls 10min durchgewandelt ist. Gut, wir haben das vorher gewußt und Stonehenge gehörte unserer Meinung einfach irgendwann angeschaut, wenn man schon in der Gegend ist.

Nachher ging's weiter Richtung Salisbury. Städtchen ist sehr nett, die Kathedrale groß, war uns aber die 5.- Pfund pro Person Eintritt nicht wert, so schauten wir nur von außen ein bissl. In Salisbury aßen wir auch unseren ersten leckeren Snack im Sandwichland Enlgand! Hühnerstücke, Mozaralla und Tomaten in einem getoasteten Weißbrot.

Dann ging's weiter an die Küste, Richtung Torquay und Brixham, wo genau wir die Nacht verbringen wollten, würden wir erst vor Ort entscheiden. 

Nach Lokalaugenschein in der Gegend haben wir beschloßen, in Brixham, das ein Stück weiter im Süden liegt, zu bleiben. Torquay ist sehr mondän und nobel, Brixham hingegen ein noch immer aktiver Fischereiort, wo es alles in allem ein bissl rustikaler (z.B. besoffene Fischer im Pub) zugeht - also gerade richtig für uns.

 

Wir bekamen ein Zimmer mit direktem Blick in den malerischen Hafen und sogar mit Parkplatz, was gut war, denn erstens waren die Parkplätze in dieser mit winzigen Gassen durchzogenen, in Terrassen angelegten Stadt Mangelware, zweitens waren die öffentlichen Parkplätze als Dauerstehplatz nahezu unleistbar, wir zahlten so schon für jede Besichtigung um die 2-3 Pfund pro Parken. Das Hotel hieß einfallsreicherweise "Harbour View" , der Besitzer war, wie sich später herausstellte ein in Österreich geborener Engländer (Nachkriegskind) der jedoch fast nicht mehr deutsch sprechen konnte. Zimmer kostete 28.- Pfund pro Person inkl. Frühstück, zum Frühstück gabs's Würstel, Speck, Eier und Toast (leider keine Bohnen *g*).

Am nächsten Morgen fuhren wir über Torquay wieder Richtung Osten, allerdings der Küste entlang. 

Wir fuhren an einen Ort namens West Lulworth, der sollte bekannt sein für seine schönen Klippen. Der Reiseführer hatte nicht zuviel versprochen, die Ortschaft war sehr klein, dafür das Meer und die Klippen beeindruckend und wir wanderten zu einer Klippenformation die "Durdle Door" hieß, was auch immer das heißt. Das Meer war eisigkalt, trotz des guten und warmen Wetters in England dieser Tage und wir konnten kaum die Zehen reinhalten. Schätzungsweise 13-14°. Aber es gab tatsächlich Briten, die sich im Wasser tummelten!

Windows XP Hintergrundbild?

Auf der weiteren Fahrt kamen wir nach Wareham, wo wir leider umsonst nach der Kirche und dem Sarkophag von Laurence von Arabien suchten, der auf den Straßen rund um diesen Ort bei einem Motorradunfall (eine Brough Superior Model SS100 Baujahr 1932) sein Leben gelassen hat. Gut, es interessierte uns nicht brennend, es lag eben am Weg. Dafür krachten wir (anm. Manfred "sind wir jetzt krocha?") in eine Kirche rein, wo eine Art Türlsteher und Empfänger uns gleich hocherfreut einen Wegweiser durch seine Kirche in die Hand drückte. Blöderweise mussten wir nun , damit wir nicht als Kulturbanausen aufgedeckt wurden, durch die Kirche lustwandeln und uns die Sehenswürdigkeiten betrachten. Am Ausgang wurde uns der Wisch wieder abgenommen.

Wir fuhren weiter nach Corfe Castle, ein nettes Örtchen am Berg, das noch sehr historisch erhalten war. Neben einer alten Burgruine gab es dort auch einen historischen Bahnhof.

Am Abend kamen wir nach Bournemouth, wo wir übernachten wollten. Wir fanden ein Hotel recht zentral, es kostete 35.- Pfund pro Person und Nacht und war inkl. Frühstück (diesmal mit Bohnen, auch Blutwurst wäre dabei gewesen, die pikanterweise "black pudding" heißt - auf die haben wir jedoch aufgrund der morgendlichen Stunde verzichtet).

Bournemouth ist eine große Stadt, dient jungen Leuten und Schülern als Sprachreisedomizil. So zeigt sie sich auch - es gibt kaum englisches, wir haben genau zwei Pubs gefunden, eines war sehr ungemütlich und modern eingerichtet (Widerspruch in sich?!?) und so haben wir nur ein Bier getrunken und sind wieder von dannen gezogen, das zweite war eigentlich eine "Pub-Kette", zwar von der Einrichtung ein bissl gemütlicher, aber trotzdem noch lange kein Pub. Aber was solls, in der Not... Es sollte zumindest finanziell nicht unser Schaden sein, es war im Vergleich zu anderen Pubs spottbillig, es gab Aktionen wie "Burger & Beer" für 3,99.- Pfund und das Pint kostete um die 1,80.- Pfund (überall sonst so um die 2,60.-). Dementsprechend war auch das Kampttrinken angesagt, es war nicht um 23:00 Zapfenstreich und um uns herum vielen früher oder später alle von den Bänken. Nur wir waren natürlich maßvoll ;-) (Anm. Manfred "kommt von Mass und voll")

Hier der link zu diesem Pub: Essen & Trinken im Wetherspoon Die gibts in ganz England. Also kann man absolut empfehlen, da spart man sich an einem Abend wenn man ein bissl was konsumiert einiges.

Es gibt einen riesigen Sandstrand mit vielen Fastfood Ständen, Vergnügungscenters (Spielhallen und Karusells, etc:), uns hat's dort nicht getaugt und ich würde auch nicht mehr hinfahren (und es auch nicht weiter empfehlen). Wenn schon Großstadt an der Südküste, dann schon eher Brighton, das auch groß ist, jedoch seinen historischen Kern bewahrt hat und vor allem seine "britische" Art (wir waren dort im Herbst 2006 auf einen Tagesausflug).

Am nächsten Tag fuhren wir über Winchester, wo wir kurze Rast und Besichtigung machten.

 

Zurück nach Luton, Mietauto abgeben und mit dem Bus nach London - Victoria Station. Der Bus kostet 14.- Pfund pro Person hin und retour, geht also, und fährt ca. 1 Stunde. In London angekommen, wollten wir mit der Northern Line zum Mike (bei dem wir die nächsten zwei Tage bleiben wollten) nach Wimbledon, diese Fahrt kostete uns aufgrund von Ubahnproblemen nahezu 2 Stunden. Zu allem Übel haben auch eine falsche Ubahnkarte gekauft, nämlich nur für Zone 1+2, die Station Colliers Wood liegt aber in Zone 3. Das führte natürlich zu einer Diskussion mit dem Bahnhofsmitarbeiter, der übrigens wirklich nett war, er erließ uns den Aufpreis und gab uns noch dazu den guten Tip, nächstens nicht eine 3 Tageskarte zu kaufen (um 17.- Pfund), sondern tageweise, man wäre da angeblich viel billiger dran.

Am Abend gingen wir mit Mike und Kana in Wimbledon in ein türkisches Fast Food Restaurant essen und anschließend auf ein Bier in ein Pub.

Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug nach Oxford. Schöne Stadt, ich könnte mir auch vorstellen in einem dieser Schlößer jahrelang zu studieren, noch dazu wenn's Papa zahlt ;-)

Am nächsten Tag war Montag, wir standen früh auf und fuhren mit Mike und Kana in die Stadt, die beiden mußten arbeiten, wir hatten noch einen Tag zum shoppen und schauen. Wir lagerten unsere Koffer am Depot Victoria Station (6,50 Pfund pro Gepäckstück pro Tag) und gingen erstmal zu Fuß eine Weile durch London, weil wir nun schon lange, immerhin 1,5 Jahre, nicht mehr da gewesen sind. Sehenswürdigkeiten hatten wir ja alle schon durch von unseren letzten Trips, deswegen hatten wir keinen Streß, wir gingen ausgiebig shoppen in der Oxford Street und auf ein paar gemütliche Biere in diesem oder jenem Pub.

 

Die Fahrt zum Flughafen stellte sich nochmal als Chaos heraus - aufgrund von Stau und viel Verkehr brauchte der Bus anstatt der versprochenen Stunde über 2 Stunden - manche im Bus sind schon sehr nervös geworden in Anbetracht des in Kürze versäumten Fluges (mich inbegriffen, nachdem wir bei unserem letzten London Aufenthalt wegen verschärfter Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen, wir warteten 2 Stunden bei der Sicherheitskontrolle, auch unseren Flieger versäumt hatten - wir zahlten ursprünglich auch um die 130.- € für beide Flüge hin und zurück, am nächsten Morgen nochmal 300.- € für den neuen Flug, wir bekamen natürlich nichts rückerstattet weil das irgendwo im Kleingedruckten so steht und habe die Nacht "gemütlich" am Fußboden des Flughafens Stansted verbracht - gottseidank waren die Kids nicht dabei!)

Gut, es ist sich ausgegangen, wir haben den Flieger erwischt, beschlossen, das nächste Mal doch wieder mit dem Shuttlezug (der viel teurer ist) anstatt Bus zu fahren und sind um 23:00 in Bratislava gelandet, um kurz nach 24:00 waren wir daheim in Alland.